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Gifhorn Stadt Gifhorner Eishändler freuen sich über Rekord-Andrang
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorner Eishändler freuen sich über Rekord-Andrang
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14:00 26.07.2018
Die Eismaschine läuft und läuft: In der Eisdiele Coletti brummt wegen der Hitze das Geschäft. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Noch nie hat sich Donatella Coletti in Gifhorn so sehr wie in Italien gefühlt. „Das ist ein Bombensommer. Wir sind glücklich.“ Die insgesamt bis zu 14 Kräfte haben alle Hände voll zu tun, die Gäste mit Eisbechern und Eiskaffee zu versorgen. Und ihr Mann Danilo de Rocco? „Der steht von 5 Uhr morgens bis 9 Uhr abends und macht volle Pulle Eis.“ Ist der Andrang überhaupt noch zu bewältigen? Die Eiscafé-Chefin winkt ab: „Der ist stark, der kommt da schon hinterher.“

„Noch nie so einen langen Sommer gehabt“

Auch Giovanni Giacomel wischt sich den Schweiß von der Stirn und lächelt dennoch überglücklich. „Wir haben noch nie so einen langen Sommer gehabt.“ Auch seine zwölfköpfige Mannschaft in der Eisdiele Dolomiti gibt Vollgas, und das seit April. Normalerweise fange er um 8 Uhr morgens an, seit einigen Tagen sogar schon um 7 Uhr. Auch abends gehe es nun eine Stunde länger. „So kann es bleiben“, sagt er mit Blick auf den Dauerregen-Flop vom vorigen Jahr, den es auszugleichen gilt.

Auch Giacomel versichert, dass es beim Eis keine Engpässe gibt trotz der Nachfrage. Doch bei den Getränken sehe das anders aus. Da kämen die Lieferanten nicht mehr hinterher.

Bauernhofeis vom regionalen Betrieb

Reinhard Müller aus Ettenbüttel hat zurzeit ebenfalls viel in Sachen Eis zu tun. Seine Maschine für das Bauernhofeis läuft nach Bedarf – und zurzeit häufiger als sonst. „Es läuft ziemlich gut.“

Nicht nur bei ihm selbst, er beliefere auch Hofläden wie Kuhls in Neubokel, Edeka- und neuerdings auch Rewe-Märkte. „Wir schaffen das schon“, sagt er über die steigende Nachfrage, schränkt allerdings ein: „Wir haben keine Riesenmengen von jeder Sorte.“

So gut der Sommer für Müllers Eisumsatz ist – die Verluste in den anderen Wirtschaftszweigen des landwirtschaftlichen Betriebes wird diese Standbein kaum auffangen können. Insofern ist Müllers Jubel über die andauernde Hitzewelle dann eher verhalten.

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