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Gifhorn Stadt Gifhorner (45) soll Mädchen vergewaltigt haben
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorner (45) soll Mädchen vergewaltigt haben
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20:00 08.11.2018
Landgericht Hildesheim: Am Donnerstag startete der Vergewaltigungsprozess gegen einen Gifhorner erneut. Quelle: Bettina Reese
Gifhorn/Hildesheim

Dem verheirateten Mann wird vorgeworfen, in der Zeit vom 30. September 2006 bis zum 12. Januar 2007, zwei Mädchen gewaltsam zum Sex gezwungen zu haben. Die 1992 und 1993 geborenen Mädchen soll er unter anderem in seinem Haus in Hurghada (Ägypten) mehrmals sexuell missbraucht haben. Eine der sechs angeklagten Taten soll sich in Gifhorn, in einem Wäldchen an der Braunschweiger Straße, ereignet haben. Zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Taten war ein Mädchen noch keine 14 Jahre alt.

Bereits vor drei Jahren, im Oktober 2015, wurde dieser Fall vor dem Landgericht Hildesheim verhandelt. Damals musste das Verfahren ausgesetzt werden, da über die Mädchen ein Glaubwürdigkeitsgutachten eingeholt werden sollte. Als der Prozess im Juni 2017 erneut starten sollte, fehlte der Angeklagte. Der 45-Jährige hatte ein Attest eines ägyptischen Facharztes wegen einer psychischen Beeinträchtigung an das Gericht geschickt. Er soll nicht in der Lage gewesen sein, an dem Prozess teilzunehmen. Das Verfahren war damit nicht mehr möglich.

Nicht reisefähig? Gutachter winkt ab

Um den Gesundheitszustand des Angeklagten zu klären, wurde am Donnerstag gleich nach der Prozesseröffnung ein psychiatrischer Gutachter gehört. Der attestierte dem Mann seine Reisefähigkeit, die der 45-Jährige durch seinen Flug von Ägypten nach Deutschland unter Beweis gestellt habe. Laut Gutachter sei der Gifhorner auch in der Lage, seine Interessen in dem Verfahren zu vertreten.

Psychiater: Keine Einschränkung der Verhandlungsfähigkeit

Der Gutachter konnte jedoch nicht ausschließen, dass es bei dem Angeklagten zu heftigen Reaktionen komme, wenn er mit Zeugen zusammentrifft. Eine Einschränkung der Verhandlungsfähigkeit erkannte der Psychiater jedoch nicht. Jetzt kann das Gericht endlich klären, inwieweit die Vorwürfe zutreffen. Am kommenden Donnerstag werden deshalb sowohl die Opfer, als auch ihre Großeltern von der Kammer als Zeugen gehört.

Von Bettina reese

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