Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Gifhorn hat bald muslimisch-christliche Kita

Einzigartiges Projekt Gifhorn hat bald muslimisch-christliche Kita

Das Projekt ist nach Angaben der Initiatoren deutschlandweit einzigartig: Im Herbst soll in Gifhorn eine muslimisch-christliche Kindertagesstätte mit dem Namen Abrahams Kinder an den Start gehen.

Voriger Artikel
Gifhorner Schüler haben kreative Ideen
Nächster Artikel
Noch keine Aussage des Verdächtigen

Kooperationsvertrag für die Kita Abrahams Kinder: Gestern stellten die Projektbeteiligten Einzelheiten zu der neuen muslimisch-christlichen Kindertagesstätte vor.

Quelle: Sebastian Preuß

Gifhorn. Die neue Kita ist ein Gemeinschaftsprojekt der katholischen Pfarrei St. Altfrid, der türkisch-islamischen Gemeinde zu Gifhorn und der Dachstiftung Diakonie, zu der auch die Diakonie Kästorf und das Stephansstift Hannover gehören. Der Kooperationsvertrag wurde am Dienstagnachmittag im Rathaus unterschrieben.

„Das ist ein historische Ereignis für Gifhorn“, freute sich Altfrid-Pastoralreferent Martin Wrasmann, der die Projektvorstellung moderierte. Mit dabei waren Barbara Rädel, Geschäftsführerin der Stephansstift-Kindertagesstätten und Familienzentren GmbH, Diakonie-Vorstand Hans-Peter Daub, Yurtsever Rayman und Emine Oguz von der türkisch-islamischen Gemeinde Gifhorn, Dechant Thomas Hoffmann, Bürgermeister Matthias Nerlich und Tina Dirksmeyer, Altfrid-Kita-Leiterin.“

Abrahams Kinder werde zunächst in die Gifhörnchen-Räume am Standort Sonnenweg einziehen, die dann in einem Neubau an der Allerwelle untergebracht sind. „Es ist wichtig und gut, diese Kita in unserer Stadt zu haben“, sprach Bürgermeister Matthias Nerlich von einem „ehrgeizigen Projekt“.

„Zur islamischen Erziehung gehört auch, dass unsere Kinder etwas über andere Religionen wie das Christentum erfahren“, ergänzte Yurtsever Rayman. „Voraussetzung für ein gelingendes Miteinander der Kulturen ist das gegenseitige Verständnis - und dieses übt sich im Kindesalter am leichtesten“, steht auch Diakonie-Chef Hans-Peter Daub hinter dem Projekt.

Damit die Ziele erreicht werden, werden die Kita-Mitarbeiter aus unterschiedlichen Religionen und Kulturen kommen - auch hauswirtschaftliche Fachkräfte sollen zum Team der neuen Kita gehören.

Für die erste Gruppe gibt es bereits Anmeldungen. „Wenn es gut läuft, wollen wir an diesem Standort auch Familienarbeit umsetzen“, blickt Barbara Rädel optimistisch in die Zukunft. „Wir wissen nicht was kommt, weil es so eine Kita in Deutschland bisher nicht gibt“, ergänzt Dechant Thomas Hoffmann.

Kita bietet Platz für bis zu 20 Kinder

Die geplante Kindertagesstätte Abrahams Kinder soll ihre Pforten im Herbst 2017 öffnen. Nach Angaben von Altfrid-Pastoralreferent Martin Wrasmann wird mit einer Gruppe gestartet. In der Anfangsphase soll es im Ganztagsbetrieb Platz für „18 bis 20 Kinder“ geben.

Anmeldungen für die Kita sind ab sofort möglich. Sie werden bei der Kita St. Altfrid, Pommernring 2, und bei der türkisch-islamischen Gemeinde zu Gifhorn, Bahnhofstraße 12, angenommen.

ust

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gifhorn Stadt

Auf dieser Themenseite zur Landtagswahl 2017 in Niedersachsen finden Sie alle News, Informationen und Prognosen zu der Wahl des niedersächsischen Landtags. mehr

Ausbildungsplatz in der Region Gifhorn gesucht? Dann schau bei Azubify.de vorbei, deiner Anlaufstelle für alles rund um die Ausbildung in Gifhorn. Powered by AZ. mehr

Die Sanierung des Bahnübergangs bei Ausbüttel hat begonnen. Sind Sie von den Arbeiten auf der B4 betroffen?

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr