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Gifhorn fiebert Sonnenfinsternis entgegen

Gifhorn Gifhorn fiebert Sonnenfinsternis entgegen

Die Hobby-Astronomen im Kreis Gifhorn – und nicht nur sie – fiebern dem Freitagvormittag entgegen: Gegen 10.45 Uhr wird der Mond 70 Prozent der Sonne verdecken.

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Sonnenfinsternis gucken: Auch die Gifhorner bereiten sich auf das Himmelsspektakel am Freitag vor

Quelle: Photowerk (mpu)

Optiker Stefan Hoppe aus Gifhorn weiß schon, welchen Unterrichtsstoff Schwülpers Grundschüler am Freitag durchnehmen: 280 Sonnenfinsternis-Brillen hat er der Grundschule verkauft. „Die ist damit komplett versorgt.“ Auch sonst fragen ihm zufolge seit voriger Woche Interessierte nach. 200 Spezialbrillen hat er noch.

Auch Gifhorns Sternwarte am Wallgarten ist auf die Sonnenfinsternis vorbereitet. „Wir beobachten sie von 9 bis 12 Uhr“, kündigte Karsten Richter an und lädt Interessierte ein, das Himmelsspektakel live zu erleben und sich erklären zu lassen. „Wir haben drei Teleskope mit Sonnenfiltern und mehrere Sonnenfinsternis-Brillen.“ Er erwartet den Höhepunkt um 10.44 Uhr, in Gifhorn werde der Mond 70 Prozent der Sonne abdecken. „Es wird auf jeden Fall merkbar dunkler.“

Entspannt sieht dem der Energieversorger LSW entgegen. „Ein ganz klares Nein“ gibt Sprecherin Birgit Wiechert auf die Frage, ob der Wegfall der Solarenergie Auswirkungen aufs Stromnetz habe. Zwar habe Photovoltaik inzwischen einen Anteil von 4,4 Prozent an der in der Region erzeugten und ins LSW-Netz eingespeisten Energie. Aber ein kurzzeitiger Ausfall werde kompensiert.

Für zwei finstere Minuten fliegt Jürgen Burghard extra auf die Färöer-Inseln: Der Enthusiast aus Groß Schwülper weiß, dass er hoch pokert, um am Freitagmorgen eine totale Sonnenfinsternis sehen zu können: „Ich weiß nicht, wie das Wetter sein wird.“

Die bislang letzte Reise, um eine Totalfinsternis erleben zu können, unternahm Burghard 2006 in die Türkei. „Das war ein Traum.“ Diesmal hatte er zwei Ziele hoch im Norden zur Auswahl: Spitzbergen oder Färöer. „Da wird es richtig dunkel, gibt es eine hundertprozentige Abdeckung.“ Spitzbergen sei zwar wettersicherer, aber dort gebe es Eisbären. Deshalb habe er sich für die Färöer-Inseln entschieden, so Burghard. „Wenn es keine Wolken gibt, sehen wir sogar die Corona“, schwärmt der 65-Jährige. Zwei Minuten lang werde die Totalfinsternis andauern. Wenn - ja, wenn das Wetter mitspielt.

Im November hat Burghard den Trip gebucht. „Schon viel zu spät.“ Die Färöer-Inseln seien rappelvoll mit Sonnenfinsternis-Fans. Für die erste Nacht habe er kein Quartier. „Wenn es dann regnet, wird es ein richtiger Spaß.“

rtm

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