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Gifhorn Stadt Nach Hackebeil-Wurf muss 38-Jähriger in Haft
Gifhorn Gifhorn Stadt Nach Hackebeil-Wurf muss 38-Jähriger in Haft
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00:23 23.03.2018
Haftstrafe für 38-Jährigen: Nach einer Hackebeil-Attacke muss der Mann ins Gefängnis.  Quelle: Archiv
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Gifhorn

 Als eine „Reise durch weite Teil des Strafgesetzbuches“ bezeichnete der Staatsanwalt das Verfahren gegen einen 38-Jährigen aus dem Kreis Gifhorn. Behandelt wurden vor dem Gifhorner Schöffengericht acht Anklagepunkte. Bei vielen spielten Waffen eine Rolle – und das, obwohl der Landkreis dem 27-fach Vorbestraften längst den Kontakt zu Waffen jeglicher Art verboten hatte. Härtester Vorwurf: Er soll nach einer Gruppe von jungen Männern mit einem Fleischer-Hackebeil geworfen und dabei einen Mann nur haarscharf verfehlt haben.

Angeklagt waren Körperverletzungen, Diebstahl mit Waffen und auch Verstöße gegen das vom Landkreis verhängte Waffenverbot. Eine Hausdurchsuchung Anfang Dezember 2017 brachte den 38-Jährigen, der unerlaubter Weise auch Schreckschusswaffen führte, aber schließlich in Untersuchungshaft, aus der er jetzt in Handschellen vorgeführt wurde. Bei der Durchsuchung wurden Zwillen, Springmesser und auch Patronen gefunden.

Während er einige Vorwürfe freimütig eingestand, stritt er ab, mit einem Hackebeil auf die Gruppe Jugendlicher vom Vordach unterhalb seines Wohnungsfensters aus geworfen zu haben. „Ich habe so ein Beil in der Küche, damit geworfen habe ich aber nicht“, so der Mann. Doch Zeugen bestätigten diesen Wurf.

Ein psychiatrischer Gutachter bescheinigte dem Angeklagten, suchtkrank zu sein. Bei ihm liege auch eine „Störung der Persönlichkeitsentwicklung“ vor. Deshalb sei seine Steuerungsfähigkeit auch bei einigen Taten eingeschränkt gewesen zu sein, erläuterte der Experte, der dann vorschlug, den Mann in eine Entziehungsanstalt einzuweisen.

Diesem Vorschlag folgte das Gericht, das eine Freiheitsstraße von zweieinhalb Jahren verhängte. Davon wird die Dauer des Aufenthalts in der Klinik und der U-Haft abgerechnet.

Nicht folgen wollte das Gericht aber der Bitte des Angeklagten, zunächst aber noch einmal nach Hause zu dürfen. „Ich gehe in die Berufung“, verkündete er im Gerichtssaal trotzig – um schließlich zunächst wieder in die Justizvollzugsanstalt Celle überführt zu werden.

Von Frank Reddel

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