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Gifhorn Stadt Gifhorn: Das besondere Flair lockte Tausende an
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorn: Das besondere Flair lockte Tausende an
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22:00 03.12.2017
Oh du fröhliche mit Isetaler Brass Band: Dr. Andreas Ebel stimmte das Abschlusssingen an.  Quelle: Michael Franke
Gifhorn

 Zu diesem Charme tragen originelle Angebote wie gestrickter Blumenkohl oder Handytaschen mit Gummi-Inlett gegen die Rausrutschgefahr bei. Dazu tragen aber auch die persönlichen Gespräche mit den Ausstellern bei.

Zwei Tage lang herrschte im Schlosshof, im Ritter- und Spiegelsaal, im Museum und in der Remise buntes Treiben. Zum 22. Mal fand dort der Schlossmarkt zum Advent statt, laut Landrat Dr. Andreas Ebel „der schönste Markt im ganzen Landkreis“. Dieses Mal unterstützte am Sonntag eine Schneeschicht die besondere Atmosphäre des Marktes, dessen Reinerlös der AZ-Aktion „Helfen vor Ort“ zugute kommt.

So erfährt der Besucher, dass Marion und Jens Warnecke aus Schönewörde, die um die 30 Sorten selbstgemachter Pralinen im Sortiment haben, trotzdem noch gerne Pralinen essen – „jeden Abend“, lacht Marion Warnecke. Lebensmittel in Form von Fimo-Schmuck verkauft Petra Surborg. „Ich warte noch auf die Marktbeschickerin, die den Blumenkohl als Ohrring haben möchte.“ Und Sandra Kindervater aus Gifhorn bietet Schlüsselanhänger mit dem eingestickten Schriftzug „Irrenhaus“ und „Chef“ ebenso an wie selbstgenähte Schatztruhen. „Bei mir gibt es lauter Sachen, die Mann nicht braucht, Frau aber gerne hätte.“ Auch auf Bestellung.

Gedränge gab’s sowohl im Rittersaal als auch im Spiegelsaal, wohin der Koffermarkt umgezogen war. Dort stand Ulrike Reinecke aus Rühen in einer Ecke und strickte Stulpen. „Ich stricke in jeder Lebenslage, bis die Nadeln glühen“, lachte sie. Außerdem in ihrem Koffer: Affen – inklusive Bananen – und Teddys.

Im Museum lud die Schülerfirma der Hauptschule Hankensbüttel zum Mitmachen ein, dort wurden Wunschsteine gefilzt. Und nebenan die Produkte verkauft, die das Jahr über entstanden sind: Meerjungfrauen und Weihnachtsmäuse zum Beispiel. Sozialpädagogin Anke Herz: „Wir finden es einfach schön hier, deshalb kommen wir gerne.“ Und Schulleiterin Cornelia Betzinger, die an der Kasse steht, schätzt an der Aktion, „dass ein Wir-Gefühl entsteht“.

Zwei Tage lang herrschte im Schlosshof, im Ritter- und Spiegelsaal, im Museum und in der Remise buntes Treiben. Zum 22. Mal fand dort der Schlossmarkt zum Advent statt, laut Landrat Dr. Andreas Ebel „der schönste Markt im ganzen Landkreis“. Dieses Mal unterstützte am Sonntag eine Schneeschicht die besondere Atmosphäre des Marktes, dessen Reinerlös der AZ-Aktion „Helfen vor Ort“ zugute kommt.

„Hollerboller Rumpelsack“: Bei Svea Leni Schweigert sitzt jede Zeile. „Auswendig lernen fällt mir nicht schwer“, berichtete die Sechsjährige, die für das Gedicht eine Süßigkeit von Weihnachtsmann Keven Reising bekam. „Es gibt nicht mehr viele Kinder, die mir ein Gedicht aufsagen können“, stellte er fest und freute sich.

Ein wichtiger Bestandteil des Marktes ist die Musik. Posaunenchöre und das Parforce-Bläsercorps, Volkstanz und Feuerwehr-Musikzug, Kammerchor und Volkstanzgruppe unterhielten ihr Publikum. Wer etwas länger zuhörte, stellte fest: Das gleiche Lied klang je nach Akteur völlig verschieden. So wie Feliz Navidad, das sowohl die Isetaler Brass Band als auch der Heidechor im Repertoire hatten. Der ist zum ersten Mal in der Kapelle aufgetreten. „Wir haben sonst immer draußen gesungen“, war Vorsitzender Wilfried Meyer gespannt auf die Premiere und stellte hinterher positiv überrascht fest: „In der Kapelle hatten wir mehr Publikum.“

Zwei Tage lang herrschte im Schlosshof, im Ritter- und Spiegelsaal, im Museum und in der Remise buntes Treiben. Zum 22. Mal fand dort der Schlossmarkt zum Advent statt, laut Landrat Dr. Andreas Ebel „der schönste Markt im ganzen Landkreis“. Dieses Mal unterstützte am Sonntag eine Schneeschicht die besondere Atmosphäre des Marktes, dessen Reinerlös der AZ-Aktion „Helfen vor Ort“ zugute kommt.

Den Samstagabend gestaltete die Altmärker Band „Listen 24“ mit Cover-Songs. „Und wer denkt, dass die ja ganz anders klingen als die Originale, hat Recht: Wir machen das auf unsere Art“, kommentierte die Sängerin vor zwei Dutzend Zuhörern. Zum zweiten Mal blieb der Schlossmarkt bis 21 Uhr geöffnet. Eingekauft wurde nicht mehr so viel, aber gegessen und getrunken. Waffel- und Glühweinduft bei den Lions-Clubs, Kartoffelpuffer und Striezel und das Kuchenbuffet der DRK-Frauen verlockten zum Schlemmen. Das ging auch noch zuhause: Mit Mühlenbrot oder Mini-Stollen, die Christina Roth für die AZ-Aktion Helfen vor Ort verkaufte. „Der Stollen reicht genau für einmal Kaffeetrinken.“

Von Christina Rudert

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