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Gifhorn Stadt Dem Landkreis gehen bald die Hebammen aus
Gifhorn Gifhorn Stadt Dem Landkreis gehen bald die Hebammen aus
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20:00 31.10.2018
Gehen dem Landkreis die Hebammen aus? Auch in diesem Bereich droht Gifhorn ein Fachkräftemangel. Quelle: dpa Archiv
Gifhorn

Jeweils 16 freiberufliche und angestellte: 32 Hebammen waren im vorigen Jahr dem Gesundheitsamt gemeldet, bis 2014 waren es noch 34, teilte Landrat Dr. Andreas Ebel auf AZ-Nachfrage mit. Bei den freiberuflichen Hebammen gibt es im laufenden Jahr mit nur noch 14 bereits zwei weniger als noch 2017. „Dem gegenüber steht eine steigende Geburtenrate von zurzeit etwa 1700 Geburten pro Jahr.“

Nur die Hälfte arbeitet in Vollzeit

Hinzu komme, dass bei einer Umfrage ihres Verbandes unter 21 Hebammen im Kreis Gifhorn nur etwa die Hälfte angegeben habe, in Vollzeit zu arbeiten, sagt der Landrat. Der Verband sieht laut Ebel aber die Möglichkeit, diese Kapazitäten aufzustocken. Dennoch gilt dem Landrat zufolge: „In den kommenden Jahren werden etliche der Hebammen in Ruhestand gehen.“ Und zwar bis zu 17 werden das entsprechende Alter erreichen.

An Hebammenschulen werden nur drei aus Kreis Gifhorn ausgebildet

Der Niedersächsische Hebammenverband gibt laut Ebel an, dass zurzeit an Hebammenschulen etwa 60 bis 80 Hebammen pro Jahr ihre Ausbildung abschließen. „Diese Zahl müsste mindestens verdoppelt werden, um eine nur annähernd ausreichende Versorgung Schwangerer und Wöchnerinnen sicherzustellen.“ Eine Abfrage bei den Gifhorner Hebammen habe auch vor Ort eine „immer kritischer werdende Versorgungslage für Schwangere und Wöchnerinnen hervor“ gebracht. „An den Hebammenschulen in Celle und Braunschweig werden in diesem Jahr zusammen nur insgesamt drei Frauen aus dem Landkreis Gifhorn ausgebildet.“

Verbesserung der Situation

Ebel versichert, im Rahmen des Projekts Gesundheitsregion Gifhorn mit den Hebammen über eine Verbesserung der Situation zu reden. So führe der Landkreis Stipendien ein. Die Idee von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, den Beruf zu akademisieren, bewertet Ebel als positiv. „Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Denn ohne die Verbesserung der Vergütungssituation wird auch hier wie in anderen Gesundheitsberufen der Mangel nicht zu beheben sein.“ Gerade die freiberuflichen Hebammen seien von der Bezahlung anderer akademischer Berufe weit weg. Da seien vor allem die Krankenkassen gefragt.

Von DIrk Reitmeister

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