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Gifhorn Stadt Geständnis rettet Drogendealer vor Gefängnisstrafe
Gifhorn Gifhorn Stadt Geständnis rettet Drogendealer vor Gefängnisstrafe
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20:01 15.05.2018
Amtsgericht Gifhorn: Ein umfassendes Geständnis rettete einen Drogendealer vor dem Gefängnis. Quelle: Photowerk (Archiv)
Gifhorn

So richtig reinen Tisch machte vor einem Gifhorner Schöffengericht ein 24-jähriger Drogenhändler aus dem Landkreis. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei bei ihm im März 2017 insgesamt 900 Gramm Marihuana. In der polizeilichen Vernehmung gestand er 33 weitere Taten, bei denen er Marihuana im Wert von rund 80.000 Euro verkauft habe. Und er nannte sogar drei Hintermänner. Das alles ließ ihn noch mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren davonkommen.

Auch vor Gericht legte er ein volles Geständnis ab. Aufgrund seiner Aussage als Kronzeuge sei bereits ein Hintermann verurteilt worden. Und auch im Prozess gegen seinen Hauptlieferanten werde er aussagen, so der Mann vor Gericht. Wie ein Polizeibeamter bestätigte, habe sich der Angeklagte sogar für ein Scheingeschäft zur Verfügung gestellt, durch das dieser Lieferant auf frischer Tat ertappt werden sollte. Das ist aber nicht zustande gekommen. „Er hat wohl Wind davon bekommen“, so der Beschuldigte vor Gericht.

Mit Drogen habe er jetzt nichts am Hut, er habe auch mit den Freunden aus diesem Milieu gebrochen, sagte er weiter. Und: Seit August vergangenen Jahres unterziehe er sich freiwilligen Drogentests. Alle seien bisher negativ gewesen, so der 24-Jährige, der einschlägig vorbestraft ist und noch unter Bewährung stehe. Im Dezember 2016 wurde er wegen des Handels mit Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten mit Bewährung verurteilt. „Er hat einen Schlussstrich gezogen“, so sein Anwalt. In Drogenkreisen sei sein Mandant jetzt als „Anscheißer“ bekannt.

Das Gericht erkannte nochmals auf eine Bewährungsstrafe – diesmal von zwei Jahren „Das ist Ihre allerletzte Chance“, erklärte der Richter, der anführte, dass die Bewährungszeit des Verfahrens aus 2016 um ein weiteres Jahre verlängert werde. Ins Gefängnis muss der Mann also nicht, wenn er keine Straftaten mehr begeht. Aber: Den Wert der verkauften Drogen von knapp 80.000 Euro, der nur durch seine eigene Aussage bekannt wurde, muss er auch bezahlen. Und er muss zusätzlich in eine Drogentherapie.

Von Frank Reddel

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