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Gespendete Rutsche soll weg

Rühen Gespendete Rutsche soll weg

Rühen. Die Debatte um einen Spielplatz und den davon ausgehenden Lärm hat Rühen erreicht.

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Die Rutsche des Anstoßes: Ignaz Redler soll das Spielgerät mit der Mittwochstruppe abbauen – Nachbarn stören sich am Lärm.

Quelle: Christina Rudert

Eine Nestschaukel, eine normale Schaukel, ein Wippetierchen, ein Karussell, ein Sandkasten und eine Rutsche: Der Spielplatz Hinter dem Dorfe ist gut bestückt. Die Spielgeräte stehen erst zwei Jahre dort, jetzt soll die Rutsche wieder weg. Nachbarn haben sich über Lärm beschwert und sogar Unterschriften gesammelt.

Jahrelang hatte die Fläche brach gelegen. Die Kinder aus den angrenzenden Häusern waren groß geworden, der Spielplatz wurde nicht mehr genutzt, schließlich ließ die Gemeinde die alten Spielgeräte abbauen. Jetzt gibt es im benachbarten Baugebiet Rippeitz wieder einige junge Familien mit Kindern, die im Spielplatzalter sind. Deshalb beschloss der Rat 2011 - schon damals gegen den Protest einiger Anwohner -, neue Geräte aufzubauen, und stellte 10.000 Euro zur Verfügung. Die Rutsche kam als Spende dazu. Die Nachbarn sammelten Unterschriften gegen den Spielplatz.

Bürgermeister Karl-Peter Ludwig sah sich in der Zwickmühle: „Dieser Spielplatz steht im Bebauungsplan, und es gibt einen Ratsbeschluss pro Spielplatz.“ Auf der Suche nach einem Kompromiss entschied er, die Rutsche abbauen zu lassen. „So signalisieren wir den Nachbarn Entgegenkommen.“

Die Mittwochsgruppe, die die Rutsche abbauen soll, hat sie seinerzeit auch aufgebaut, und zwar mit viel Aufwand: „Das Fundament ist groß und tief“, sagt Ignaz Redler, Sprecher der Truppe. Niemand kann verstehen, dass die Rutsche weg soll: „Angeblich trommeln Kinder darauf herum“, hat Redler gehört. Er wundert sich: „Gut, sie ist aus Metall, aber hier ist doch nicht ständig störender Lärm.“

Für nächsten Mittwoch hat die Mittwochsgruppe den Auftrag, die Rutsche abzubauen. „Gerne machen wir das nicht“, sagt Redler.

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