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Gifhorn Stadt Geschichtsunterricht zum Anfassen
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00:16 31.08.2013
Auch ein Fund, allerdings nicht aus der Steinzeit: Heinz Gabriel zeigt den Schülern eine Schale, die geschätzte 200 bis 300 Jahre alt ist. Quelle: Christian Opel
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Mehr als 100 Befunde – so werden die auffälligen Verfärbungen im Boden bezeichnet – haben die Fachleute dokumentiert. Die Archäologen sind sicher, dass dort vor 6000 Jahren Menschen gesiedelt haben. „Dafür gibt es hundertprozentige Beweise“, so der ehrenamtliche Beauftragte für Kreisarchäologie Heinz Gabriel. Die gingen gestern durch die Hände der Gymnasiasten, darunter ein „Querschneider“ – statt einer Pfeilspitze verwendeten die Jäger in der Steinzeit diese trapezförmigen Klingen, um Tieren größere Verletzungen zuzufügen und die Chance auf Beute zu erhöhen. Außerdem gab‘s aus Feuerstein gehauene Klingen und ein Stück Keramik zu sehen.

In einer „gewissen Vorfreude“ waren die Archäologen nach dem Fund eines Skeletts (AZ berichtete). Eine menschliches Begräbnis fanden sie jedoch nicht. „Es handelt sich um den Schädel eines Pferdes“, so Gabriel. Zu welcher Zeit das Tier gelebt hat, sollen weitere Untersuchungen klären. Eifrig machten sich die Schüler der Klasse 5a Notizen. „Wo wird das Skelett hingebracht?“, wollte ein Schüler wissen. „Die Funde werden zunächst im Magazin des Kreismuseums eingelagert“, so Gabriel.

In ein bis zwei Wochen sollen die Grabungen abgeschlossen sein, dann beginnt für die Fachleute die Schreibtischarbeit: Pläne auswerten, Fundmaterial sichten und Listen erstellen. Gabriel freute sich über das Interesse der Schüler, sogar eine Kindergartengruppe habe die Grabungen besucht. „Die Lehrer sind begeistert. Das ist Geschichtsunterricht vor Ort.“

co

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