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Gerechteres Abrechnungssystem für Schmutz- und Regenwasser

Isenbüttel Gerechteres Abrechnungssystem für Schmutz- und Regenwasser

Isenbüttel. Abwasser und Regenwasser werden in der Samtgemeinde Isenbüttel ab nächstem Jahr getrennt abgerechnet - bislang ein Einzelfall im Versorgungsgebiet des Wasserverbands Gifhorn: „Das neue Abrechnungssystem ist aber um einiges gerechter“, betont Geschäftsführer Andreas Schmidt.

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Ab 2014 wird getrennt abgerechnet: Wer das Regenwasser auf seinem Grundstück versickern lässt, der spart – alle anderen zahlen drauf.

Quelle: Archiv

Bislang gab‘s nur ein Schmutzwasserentgelt, das von allen Haushalten gezahlt werden musste. Neben dem regulären Abwasser floss oft aber auch das Niederschlagswasser in die öffentliche Kanalisation - denn nicht alle lassen den Regen auf ihren Grundstücken versickern. Die Kosten fürs Reinigen des Wassers, das in den Kläranlagen ankam, wurde auf alle Haushalte umgelegt. Ab 2014 ist das - zumindest in der Samtgemeinde Isenbüttel - nun Vergangenheit. Denn dann gibt‘s zwei getrennte Entgelte.

„Wer das Regenwasser auf seinem eigenen Grundstück versickern lässt, spart künftig“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff, der auch Vorstandsmitglied des Wasserverbands ist. Drauf zahlen müssen hingegen die, die ihr Regenwasser in die Kanäle einleiten - berechnet wird das in Abhängigkeit der versiegelten Fläche.

Der Wasserverband hat dazu allen Haushalten in der Samtgemeinde Isenbüttel einen Fragebogen zukommen lassen: Von den 4222 angeschriebenen Grundstückseigentümern haben knapp 90 Prozent den Fragebogen ausgefüllt zurückgeschickt - 1505 Grundstückseigentümer wollen ihr Regenwasser demnach künftig versickern lassen, die anderen leiten es weiterhin in den Kanal ein.

„Nur wenige Leute haben sich nicht gemeldet“, berichtet Schmidt. Diese Kunden werden ab 2014 genauso abgerechnet wie diejenigen, die ihr Regenwasser in den Kanal einleiten - und zwar mit einer vom Wasserverband ermittelten Versiegelungsfläche auf Grundlage des Grundstückskatasters.

AZ-INFO: Die neuen Preise

Wie viel die Haushalte ab?1. Januar 2014 für Schmutzwasser und Niederschlagswasser in der Samtgemeinde Isenbüttel zahlen müssen, legt die Versammlung des Wasserverbands erst im November fest. Vorläufige Zahlen zur Kalkulation gibt es aber schon – „und große Abweichungen erwarte ich nicht mehr“, so Andreas Schmidt, Geschäftsführer des Wasserverbands.

Neue Entgelte: Der Preis fürs Schmutzwasser reduziert sich voraussichtlich von 96 auf 83 Cent je Kubikmeter. Der um 13 Cent geringere Preis ergibt beim durchschnittlichen Wasserverbrauch eines Haushalts (123 Kubikmeter) eine Ersparnis von 16 Euro im Jahr. Wer das Regenwasser von seinem Grundstück in den Kanal einleitet, muss ab 2014 zusätzlich das neue Niederschlagswasserentgelt zahlen: voraussichtlich 23 Cent je Quadratmeter versiegelter Fläche. Bei durchschnittlich 216 Quadratmetern je Grundstück sind das rund?50 Euro pro Haushalt im Jahr.

Neue Anschlüsse: In seinem Rundschreiben an die Haushalte hatte der Wasserverband die Kosten für einen neuen Anschluss mit rund 1500 Euro angegeben. „Das betrifft aber nur sehr, sehr wenig Haushalte“, betont Schmidt. „Wer bislang schon mit einem Schacht an den Kanal angeschlossen ist, braucht selbstverständlich keinen neuen – nur wer das Niederschlagswasser bislang illegal eingeleitet hat.“

So geht‘s weiter: Im November erhalten alle Haushalte ihre Abrechnung für 2013 zusammen mit der Abschlagsmitteilung für 2014. „Und ab nächstem Jahr gibt‘s dann auch stichprobenartige Kontrollen“, kündigt Schmidt an. Weichen die Angaben im Fragebogen von der Realität ab, wird das Entgelt fürs Niederschlagswasser rückwirkend erhoben.

til

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