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Gifhorn Stadt Gerard Versteeg ist ein Eisenbahner mit Herz
Gifhorn Gifhorn Stadt Gerard Versteeg ist ein Eisenbahner mit Herz
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00:26 02.05.2014
Wer später bremst, ist länger schnell: Gerard Versteeg wird von seinen Fahrgästen der „fliegende Holländer“ genannt. Quelle: Allianz pro Schiene / Foto Taubert
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„Das System Eisenbahn wäre unschlagbar, wenn es noch mehr Mitarbeiter wie Gerard Versteeg gäbe“, urteilte die Jury mit Blick auf zwei Geschichten aus dem Arbeitsalltag des Westerbeckers. Zum einen die des gehbehinderten Andreas Kahlke: Beinahe jeden Tag fährt er mit dem Metronom von Uelzen nach Langenhagen. Dort hat er nur wenig Zeit, seinen Bus zu kriegen. Dafür muss er schnell eine Treppe hinauf - und das klappt nur, wenn sein Waggon direkt an der Treppe hält. Seit Gerard Versteeg von diesem Problem weiß, hält er immer genau passend an.

Zum anderen ist da die Geschichte einer Männertruppe, die von Lüneburg nach Gütersloh unterwegs war. Der Zug hatte Verspätung, Versteeg hat die Truppe aber so nett, kompetent und lustig informiert, dass aller Frust schnell vergessen war. „Wenn man ehrlich mit Verspätungen umgeht, haben die Fahrgäste auch Verständnis“, sagt er.

„Es ist mir wichtig, mit den Reisenden in Kontakt zu treten und Herz zu zeigen“, erklärt Versteeg, der seit 25 Jahren Lokführer ist und von seinen Fahrgästen liebevoll der „fliegende Holländer“ genannt wird. Warum? Weil er den Ruf hat, Verspätungen besonders schnell aufzuholen. Das ist für ihn auch ein Prinzip der effizienten Fahrweise. Denn: „Wer später bremst, ist länger schnell!“

alb

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