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Gegen Baumunfälle: Autowrack vor Disco

Müden Gegen Baumunfälle: Autowrack vor Disco

Müden . Abschreckung pur: Mit einem zerbeulten Crash-Auto als „Unfall-denk-mal“ und einem weißen Sarg im Gepäck stoppte jetzt der Verkehrssicherheitsberater Hans-Heinrich Kubsch vor der Diskothek Kubus in Müden. Ziel des Gifhorner Polizeibeamten war es dort einmal mehr, ungewöhnliche Wege einzuschlagen und junge Autofahrer wachzurütteln, um weitere Baum- und Disco-Unfälle zu verhindern.

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Vor der Müdener Discothek Kubus: Andre Kube (r.) und Hans-Heinrich Kubsch vor dem „Unfall-denk-mal“.

„Diese Aktion hat garantiert etwas gebracht“, meinte Discobetreiber Andre Kube. Von Kubsch im Vorfeld auf die Präventionsaktion angesprochen, hatte Kube sofort seine Bereitschaft zur Unterstützung dieser Maßnahme signalisiert.

Fast den ganzen Abend lang hatte sich Hauptkommissar Kubsch laut Kube draußen vor dem Kubus am Hänger mit dem Sarg und dem Unfallwagen drauf mit jungen Discobesuchern unterhalten. „Die Aktion wurde durchweg als positiv und richtig empfunden“, so Kubsch. Obwohl sich bei einigen, besonders jungen Frauen, angesichts des erschütternden Anblicks des stark beschädigten Unfallwagens zunächst ein flaues Gefühl breit gemacht habe.

Unterstützend hatte der Beamte zudem ein Laptop dabei und zeigte Videos, die Crashtests und Unfälle simulierten und deren schreckliche Folgen verdeutlichten. Bei Baumunfällen kämen die Autofahrer zumeist von der Straße ab. Die Gründe seien vielfältig und entstünden oft in Kombination von Übermüdung, Sekundenschlaf, Ablenkung, Alkohol- und Drogenkonsum oder starker Emotionen wie Wut oder Trauer. Kombiniert mit schlechten Witterungsbedingungen und hohem Tempo seien Baumunfälle oft die schrecklichen Folgen, so Kubsch. Sein grausames Fazit: „Häufig sind Tote oder Schwerstverletzte zu beklagen.“  

hik

Fünf Tote

Müden . Die Statistik unterstreicht die Dringlichkeit der Aktion: Fünf Menschen verloren in diesem Jahr bei Baumunfällen ihr Leben, neun Auto-Insassen wurden schwer verletzt.

Der Polizeibeamte Hans-Heinrich Kubsch ist überzeugt, gerade bei jungen Menschen mit offensiver polizeilicher Prävention etwas zu erreichen. „Man muss dort ansetzen, wo die Gefahren entstehen, zum Beispiel in der Disco, wo junge Menschen zusammen kommen“, sagt er.

Der Beamte hofft, den einen oder anderen Disco- oder Baumunfall mit dieser Veranschaulichung von Unfallfolgen verhindern zu können. Auch Kube stelle sich oft die Frage, wenn er von Unfällen erfahre, ob die Betroffenen vorab wohl in seiner Disco zu Gast waren.

hik

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