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Gifhorn Stadt Gefälschtes Facebook-Profil: SEK stürmt Wohnung
Gifhorn Gifhorn Stadt Gefälschtes Facebook-Profil: SEK stürmt Wohnung
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23:07 10.02.2017
SEK stürmt Wohnung: Ein Gifhorner stand unter Verdacht, Kontakte zum Islamischen Staat zu haben. Es stellte sich jedoch heraus, dass er unschuldig ist. Quelle: Archiv (Symbolfoto)
Gifhorn

„Hintergrund des polizeilichen Einsatzes waren Hinweise auf ein Facebook-Profil mit eindeutigen Bezügen zum sogenannten Islamischen Staat (IS)“, berichtet Polizeisprecher Thomas Reuter. „Auf der Profilseite wurde auch eine Person mit einer Pistole dargestellt.“ Die Ermittler hielten es für möglich, dass der Profilinhaber einen Anschlag planen könnte. Ein weiterer Hinweis war eine Telefonnummer, die nach Gifhorn führte.

„Als Konsequenz beantragten die Beamten der Polizeiinspektion Gifhorn über die Staatsanwaltschaft Hildesheim eine richterliche Durchsuchungsanordnung für die Wohnung des 41-jährigen in der Gifhorner Südstadt, die schließlich vom zuständigen Richter am Amtsgericht in Hildesheim erlassen wurde“, so Reuter. Das SEK knackte gegen 1 Uhr das Schloss der Wohnungstür und überwältigte den 41-Jährigen, der keinen Widerstand leistete.
„Im Zuge der Wohnungsdurchsuchung und ersten Vernehmung des Deutschen ohne Migrationshintergrund stellte sich heraus, dass dieser keinerlei Bezug zum Islam, geschweige denn zu islamistischen Kreisen hat oder hatte. Auch wurden weder Waffen noch Munition oder andere gefährliche Gegenstände in der Wohnung gefunden.“ Die Auswertung von Computer und Mobiltelefon des Gifhorners untermauerten laut Reuter diese Erkenntnisse.

War der Zugriff voreilig? „Wir haben sehr wohl abgewogen“, sagt Reuter. Dann sei die Entscheidung gefallen, auf Nummer sicher zu gehen. Den Schaden an der Wohnungstür werde die Gifhorner Wohnungsbaugenossenschaft wohl dem Land in Rechnung stellen. Auch der 41-Jährige hat Anspruch auf Entschädigung. Das LKA untersucht, wer das Facebook-Profil erstellt hat.

rtm

Der Text wurde aktualisiert.

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