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Gifhorn Stadt Gamsener kriegt seit Wochen keine Post
Gifhorn Gifhorn Stadt Gamsener kriegt seit Wochen keine Post
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06:00 09.11.2018
Und schwupps war der Briefkasten voll: Ulrich Busse ist sauer auf die Post, wartete wochenlang vergeblich auf Briefe. Quelle: Cagla Canidar
Gamsen

Irgendwie kam Ulrich Busse aus Gamsen die Sache komisch vor: Seit dem 22. Oktober blieb der Briefkasten des 50-Jährigen aus der Hamburger Straße 33b leer. Post wurde einfach nicht mehr zugestellt. Am Montag dann jedoch die Überraschung – 26 Briefe landeten auf einen Schlag im Briefkasten des Gamseners. Der ist inzwischen stinksauer auf die Post. Weitere sechs Briefe trudelten dann am Mittwoch bei Busse ein.

„Es ist nicht das erste Mal, dass es Probleme bei der Zustellung gibt“, ärgert sich der 50-Jährige, der nicht gewillt ist, diesen Zustand länger hinzunehmen. „Seit dem 22. Oktober gab’s einfach keine Post mehr – dabei habe ich einige wichtige Briefe erwartet“, schildert der Gamsener seine Situation. Noch in der vergangenen Woche reichte es Ulrich Busse – er griff zum Telefon, um sich direkt bei der Reklamationsstelle der Post über den „unhaltbaren Zustand“ zu beschweren.

„Die Mitarbeiterin am Telefon zeigte sich selbst überrascht und sagte mir zu, dass ein Nachforschungsauftrag auf den Weg gebracht wird, um den Verbleib meiner Post abzuklären“, berichtet Busse. Ihm sei zudem geraten worden, zusätzlich eine Beschwerde-Mail zu verfassen, um der ganzen Sache Nachdruck zu verleihen.

Probleme mit der Post auch in der Vergangenheit

„Auch in der Vergangenheit hat es bereits mit der Post häufig nicht geklappt“, so Busse. Immer wieder habe der Zusteller gewechselt. An der Auffindbarkeit seines Briefkastens könne es jedenfalls nicht liegen. „Der ist wirklich gut zu sehen und befindet sich direkt vor der Haustür“, versichert der 50-Jährige. Unter den 26 Briefen, die nun seinen Briefkasten zum Überquellen gebracht hätten, habe sich auch lang ersehnte Post befunden. „Darunter vier wichtige Schreiben meiner Versicherung und ein Brief des Landkreises Gifhorn“, sagt der Gamsener. Wenn es sich um Schreiben mit Fristsetzungen gehandelt hätte, wären diese Termine inzwischen verstrichen, will Busse die Post nicht aus der Verantwortung lassen.

Viele Sendungen, aber wenig Personal

Post-Sprecherin Maike Wintjen spricht vom „Zusammentreffen von zwei unglücklichen Ereignissen“, die vermutlich Auslöser für den Vorfall in Gamsen und auch in anderen Bereichen der Stadt gewesen sind. „Wir hatten ein hohes Sendungsaufkommen, parallel dazu gab’s diverse Personalausfälle“, räumt Wintjen ein. Inzwischen sei der Post-Stützpunkt Gifhorn personell verstärkt worden.

Die Post-Sprecherin bedauert die Geschehnisse in Gamsen – hält es jedoch für unwahrscheinlich, dass Ulrich Busse seit dem 22. Oktober keine Post mehr erhalten habe. Unter den verspäteten Briefen hätten sich möglicherweise auch Sendungen anderer Zusteller befunden, vermutet Wintjen.

Bürgermeister wendet sich an Unternehmens-Vorstand

Inzwischen hat sich auch Bürgermeister Matthias Nerlich eingeschaltet und einen Beschwerdebrief an Dr. Frank Appel, Vorstand der Deutschen Post AG, geschrieben. Immer mehr Gifhorner würden eine Woche oder länger keine Post erhalten.

Für Nerlich ein „unhaltbarer Zustand“, der beendet werde müsse. Den Brief hat Nerlich – er beklagt darin auch ein viel zu spätes Zustellen der Post für die Ratsmitglieder – auch an den Bundestagsabgeordneten und Minister Hubertus Heil geschickt.

Von Uwe Stadtlich

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