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Galizier erinnern und informieren

Gifhorn Galizier erinnern und informieren

Gifhorn. „Es geht um Erinnerung für die Älteren und Information für die Jüngeren“, erklärt Günter Hönig, Vorsitzender des Bunds der Galiziendeutschen Wolfsburg und Umgebung, bei dessen neujährlichem Frühschoppen sich gestern rund 100 Mitglieder und Interessierte in Sven‘s Schützenwiese in Gifhorn trafen.

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Erinnern und informieren: Der Bund der Galiziendeutschen lud zum Treffen in Sven‘s Schützenwiese ein.

Quelle: Photowerk (cc)

Etwa die Hälfte der 150 Mitglieder des nach der Erstgründung 1907 im Jahre 1958 in Wolfsburg neu gegründeten Bundes kommt aus der Stadt und dem Landkreis Gifhorn: „Im Februar 1945 kamen hier auf dem Schützenplatz zwischen 1000 und 2000 Galizier mit Pferdewagen aus dem Warthegau an und wurden auf die umliegenden Orte verteilt“, berichtet Hönig.

Zwar habe es auch Galizier-Trecks nach Lüneburg und an andere Orte gegeben, aber einen Bund gründeten nur die hiesigen. Der Altersdurchschnitt sei hoch: „Aber es kommen immer wieder junge Leute dazu, die durch Familienforschung etwas erfahren wollen über ihre Großeltern und Ur-Großeltern.“

Die waren im 18. Jahrhundert aus der Pfalz, Schwaben sowie dem Egerland und dem Böhmerwald kommend in Galizien - im östlichen Polen und der westlichen Ukraine - angesiedelt worden. Um dem Dunkel des Vergessens entgegen zu wirken, haben die Galiziendeutschen auch 2015 ein Projekt dazu in Planung, das im September der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Es trägt den Arbeitstitel „Galiziendeutsche vor 70 Jahren: Flucht und Vertreibung - Aufbruch und Neubeginn“. Gesucht werden dafür noch Zeitzeugen, Dokumente und Fotos vom Beginn in Gifhorn und Umgebung.

jr

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