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Gifhorn Stadt Fusionswille einiger Bromer sorgt für Zoff im Kreistag
Gifhorn Gifhorn Stadt Fusionswille einiger Bromer sorgt für Zoff im Kreistag
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16:00 19.10.2012
Debatte im Kreistag: Die gewünschte Fusion einiger Bromer Politiker mit der Stadt Wolfsburg sorgte für Streit. Quelle: Archiv/wer

CDU-Fraktionschef Helmut Kuhlmann kritisierte Landrätin Marion Lau scharf. Sie habe es nicht für nötig gehalten, in ihrem Bericht zu der AZ-Berichterstattung Stellung zu nehmen. Zudem gebe es keinen Kreistagsbeschluss gegen eine Fusion mit Wolfsburg. „Wir verspielen Zukunftschancen, wenn wir nicht ernsthaft darüber diskutieren“, so Kuhlmann, der deutlich machte, dass sein Herz „für den Landkreis Gifhorn schlägt“. Angesichts der demografischen Entwicklung müsse man sich jedoch mit der Thematik sachlich auseinandersetzen.

Lau räumte ein, dass es entgegen ihrer ursprünglichen Aussage nur einen Beschluss des Kreisausschusses gebe. Ein Gutachten, das als Diskussionspapier dienen soll, liege bis heute nicht vor, so die Landrätin. Sie warnte davor, „über ungelegte Eier zu reden“. „So lange nichts Konkretes auf dem Tisch liegt, verscherbele ich den Landkreis nicht“, reagierte die Landrätin wütend auf den Angriff des CDU-Chefs.

Ulrich Stenzel (SPD) wandte sich verärgert an den Kreistagsvorsitzenden Werner Warnecke (CDU). Er hätte Kuhlmann laut Geschäftsordnung gar kein Rederecht einräumen dürfen.

Aus Brome meldete sich FDP-Samtgemeinderatsherr Adolf Bannier zu dem Thema: Die Bevölkerung in der Samtgemeinde habe bereits entschieden, „und zwar mit den Füßen eindeutig in Richtung Wolfsburg“. Er fordert ein Votum der Bürgerschaft, sonst seien „alle vollmundigen Erklärungen der Politik hinsichtlich einer Bürgerbeteiligung Schall und Rauch“.

ust