Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Für Gifhorns Förster ist der Frost noch zu mild

Orkanschäden aufarbeiten Für Gifhorns Förster ist der Frost noch zu mild

Der Frost macht die Böden hart, und eigentlich könnten die Förster jetzt richtig loslegen. Dennoch bleibt das Aufräumen auch mehr als einen Monat nach Orkan Friederike kein leichtes Spiel.

Voriger Artikel
Die Last der Gifhorner Jäger mit der Schwarzwildjagd
Nächster Artikel
Aktion „Sauberer Landkreis“ ist abgeblasen

Nasse Waldböden: Der Frost bietet jetzt die Chance, mit schweren Geräten die Orkanschäden aufzuarbeiten.
 

Quelle: Sebastian Preuß (Archiv)

Gifhorn.  „Der Frost bringt eine gewisse Arbeitsmöglichkeit“, sagt Ernst-Christian Schölkmann, Bezirksförster für die privaten und genossenschaftlichen Wälder rund um Gifhorn, der immer noch nur etwa ein Drittel der Orkanschäden aufarbeiten konnte. Standorte, die bis vor kurzem noch zu matschig zum Befahren mit schwerem Gerät waren, sind jetzt hart gefroren.

Doch das gelte bei weitem nicht für alle nassen Standorte. Es gebe genug Gebiete in seinen Revieren, für die der Frost in dieser Woche – vom Wochenende an sollen die Temperaturen nach oben gehen – nicht langen wird, sagt Schölkmann. Da dürfte wohl nur eine Trockenperiode über Frühjahr und Sommer helfen.

Es gibt noch ein ganz anderes Problem. In den Gifhorner Wäldern fehlen Personal und Geräte. „Die Leute sind in den Großschadensgebieten“, sagt Schölkmann. „Die Rückefahrzeuge, die hier bei uns wegen der Nässe nicht arbeiten konnten, sind dorthin abgezogen.“ Was durchaus sinnhaftig sei: „Im Harz und Solling werden sie dringend gebraucht.“ Dort seien die Schäden weit größer als in Gifhorn.

Förster brauchen Trecker oder Allradfahrzeuge

Der Frost bringt auch einen Nachteil mit sich, sagt Christian Heine vom Forstamt Südostheide. Durch die Nässe hätten die schweren Fahrzeuge tiefe Spurrillen in viele Waldwege gefahren. „Diese starke Spurbildung ist nun erstarrt.“ Folge: Mit Autos kommen die Förster häufig nicht mehr in die Flächen, sie bräuchten Trecker oder zumindest Allradfahrzeuge. „Das zeigt, wie wichtig Wegebau ist“, sagt Schölkmann.

Und noch ein Problem beschäftigt die Förster. Die Windwürfe der Orkane Friederike, Xavier und Herwart haben so viel Holz auf den Markt geworfen, dass es schwierig werde, es abzusetzen, erläutert Heine. Das Aufarbeiten der Sturmschäden komme auch nur dann zügig voran, wenn man die Baumstämme auch bei der Industrie loswerde. Doch die nehme nicht mehr so viel ab.

Von Dirk Reitmeister

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gifhorn Stadt

Ausbildungsplatz in der Region Gifhorn gesucht? Dann schau bei Azubify.de vorbei, deiner Anlaufstelle für alles rund um die Ausbildung in Gifhorn. Powered by AZ. mehr

Ist der VfL noch zu retten?

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr