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Gifhorn Stadt Früh wie nie: Viele Störche sind schon da
Gifhorn Gifhorn Stadt Früh wie nie: Viele Störche sind schon da
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21:00 02.03.2017
Das gab‘s noch wie: Schon im Februar sind im Kreisgebeit so viele Störche wie nie zurück gekehrt. Quelle: Archiv
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Landkreis Gifhorn

Im Vorjahr seien im Kreis Gifhorn 39 Nester von einem Storchenpaar und ein weiteres von einem Einzelstorch besetzt gewesen. „Das ergibt zusammen 79 Störche“, so Behrmann. 30 Tiere seien bereits jetzt schon wieder da. Behrmann: „So viele waren es zu diesem Zeitpunkt noch nie.“ Zum Vergleich: Den bisherigen Rekord hielt das Vorjahr mit bis hierhin 15 Rückkehrern. Weitere Vergleichszahlen: 10 (2015), 11 (2014), 2 (2013), 4 (2012), 7 (2011), 5 (2010).

Bemerkenswert sei, dass es sich bei den bisherigen Rückkehrern in diesem Jahr fast ausschließlich um „alte Bekannte“ handle, die auch schon in den Jahren zuvor hier gebrütet hätten. Von den vorjährigen frühen Rückkehrern fehlt derzeit nur noch das Weibchen in Triangel und das Männchen in Hülperode. Dessen Platz hat nun der Nachbar aus dem benachbarten Harvesse (Landkreis Peine) eingenommen.

Der Grund für die generell in den letzten Jahren immer zeitigere Rückkehr der Weißstörche ist laut Behrmann darin zu sehen, dass zunehmend mehr Störche der westziehenden Population bereits in Spanien und teilweise auch schon in Frankreich überwintern. Dort finden sie ausreichend Nahrung auf Müllkippen, in Feuchtgebieten und Reisfeldern. Beispielsweise seien im Großraum Madrid rund 20.000 Störche geblieben. Der Rückweg von dort ist dann wesentlich kürzer und auch gefahrloser als für die Überwinterer in Afrika. „Möglicherweise hat auch der Klimawandel Einfluss auf das geänderte Zugverhalten der Störche“, schließt Behrmann nicht aus.

Die Hauptursache für die extrem angestiegene Zahl früher Rückkehrer in diesem Jahr liege in einer anhaltenden starken Südwest-Strömung. Dadurch verkürzt sich die Dauer für den Rückflug von den Winterquartieren in Spanien wesentlich. Ein Beispiel: Der Senderstorch „Ronja“ bewältigte den 750 Kilometer langen letzten Reiseabschnitt von Paris bis zu seinem Brutort Bargen in Schleswig-Holstein in nur zwei Tagen!

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