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Gifhorn Stadt Fröhliche Feier zum Internationalen Frauentag
Gifhorn Gifhorn Stadt Fröhliche Feier zum Internationalen Frauentag
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23:00 08.03.2015
Bisschen Witz, bisschen Tiefgang: Den internationalen Frauentag feierten gestern Abend 200 Frauen aus dem ganzen Landkreis im Rittersaal. Quelle: Cagla Canidar
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Wenn jemand sagt, die paritätische Besetzung der Führungspositionen in seinem Haus - gleich viele Frauen und Männer - sei „gar nicht zum Schaden“, muss er für den Spott nicht mehr sorgen. Das erledigte Christine Gehrmann, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, zur Eröffnung des internationalen Frauentages am Sonntagabend.

„Dieser Satz ist wirklich so gesagt worden. Sie alle haben also der Republik noch nicht geschadet“, stellte sie mit Blick auf die 200 Frauen im Rittersaal erleichtert fest. „Aber vielleicht sollten wir der Republik mal mit einem Generalstreik aller Frauen schaden.“ Allerdings nicht mehr gestern Abend, da ging es in erster Linie darum, dass die Frauen sich amüsierten.

Dafür sorgte zunächst die Theatergruppe des Frauenzentrums, zum letzten Mal unter Leitung von Magdalena Hadenburg. Unter anderem mit dem Thema Wechseljahre. Die eine wollte statt zweier Söhne lieber eine Tochter und einen Hund oder noch lieber zwei Hunde. Die andere hätte gerne gleich ein komplett neues Leben, Neustart im vierten Lebensmonat. Und die Dritte ließ sich mal eben die Schwiegermutter austauschen. „Ein Hoch auf die Wechseljahre!“ Der Quoten-Sirtaki sorgte inhaltlich und musikalisch für Schwung. Mit viel Witz und gut gesetzten, überraschenden Pointen brachten die Akteurinnen ihr Publikum zum Lachen.

Nicole Wolf alias Coline bereicherte den Abend mit drei selbstgeschriebenen Songs. Starke Stimme, starke Texte darüber, sich selbst nicht so ernst zu nehmen, über den Wunsch, die Welt zu heilen, und die Toleranz, die auch Grenzen braucht, um nicht beliebig zu werden.

Bei Häppchen von Zentgraf und Musik von DJane Sandra Barrenscheen genossen die Frauen einen tollen Abend, die Tanzfläche war gut gefüllt. Erst nach Mitternacht war Schluss. „Schließlich ist am Montag wieder normaler Alltag“, stellte Christine Gehrmann fest.

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