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Freiwilligendienst in Guatemala statt Urlaub

Grassel Freiwilligendienst in Guatemala statt Urlaub

Grassel . Nur am Schreibtisch zu sitzen ist seine Sache nicht - den Grasseler Christoph Heise zieht es ans andere Ende der Welt: In Guatemala leistet er im Herbst einen dreimonatigen Freiwilligendienst.

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„Es reizt mich, Neues zu entdecken“: Christoph Heise geht für einen Freiwilligendienst drei Monate nach Guatemala.

Quelle: Christian Opel / Archiv

Das Ziel des Grasselers ist die Stadt Quetzaltenango - sie liegt in 2500 Metern Höhe zwischen Bergen und einer Vulkankette.

Für den 27-Jährigen ist es nicht der erste Auslandsaufenthalt. „Es reizt mich, neue Länder und Menschen kennenzulernen“, sagt er. Mit 17 Jahren absolvierte der damalige Schüler des Wendener Lessing-Gymnasiums ein sechswöchiges Schülerpraktikum in Südafrika. Während seines Zivildienstes lernte der Grasseler die internationale Organisation „The Experiment in International Living“ kennen - damals ging er für elf Monate nach Ecuador: „Ich habe Schülern der vierten bis siebten Klasse Englisch-Unterricht gegeben.“ Vormittags stand er am Lehrerpult, nachmittags erntete er Kakao.

Demnächst geht es für die gemeinnützige Organisation Experiment wieder nach Zentralamerika. Dieses Mal reist der gelernte Bankkaufmann nach Guatemala, um dort Menschen mit Mikrokrediten zu helfen. Diese Kleinstkredite in Größenordnungen von etwa 20 bis 2000 US-Dollar sollen Investitionen für die Menschen ermöglichen, die sich mangels Sicherheiten normalerweise kein Geld leihen könnten. Mit Mikrofinanzierung kennt Heise sich aus, schließlich hat er seine Bachelorarbeit darüber verfasst. Während seines BWL-Studiums mit Schwerpunkt Finanzen lernte er seine Freundin Elaine Hirsch (23) kennen, die ihn nun bei seinem Freiwilligendienst begleitet.

Der Flug startet am 25. September - über Miami nach Guatemala City, von dort aus geht‘s nach Antigua für einen zweiwöchigen Sprachkursus. „Ich freue mich schon darauf, mein Spanisch aufzufrischen“, so Heise. Von Antigua aus führt die Reise weiter nach Quetzaltenango. Welche Aufgaben ihn genau erwarten, erfährt Heise erst dort. Wichtig ist ihm, etwas zu bewirken: „Ich möchte etwas Gutes tun und die Welt ein kleines Stückchen besser machen.“ Zum Ende ihres Aufenthalts in Zentralamerika wollen Heise und Hirsch Mexiko und Belize bereisen. Und es wird nicht die letzte Reise sein: Auch Togo, Bangladesch, Vietnam und Brasilien möchte der Grasseler noch kennenlernen.

co

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