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Gifhorn Stadt Frau (67) nimmt Identität von Toter an
Gifhorn Gifhorn Stadt Frau (67) nimmt Identität von Toter an
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23:00 23.08.2011
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„Die Ermittlungen sind jedoch noch längst nicht abgeschlossen“, berichtet der 57-jährige Sohn der Verstorbenen. Seine Speichelprobe hat maßgeblich zur Aufklärung des spektakulären Falles beigetragen.

Ein Familienstreit hat dazu geführt, dass der 57-Jährige aus Meinersen mehr als 40 Jahre keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter gehabt hat. Erst im Frühsommer erfuhr er durch die Polizei, dass seine Mutter im Dezember 2010 in Celle verstorben und beerdigt worden ist.

„Auf ihrem Grabstein stand jedoch der Name ihrer langjährigen Lebensgefährtin – sie hat die Identität meiner Mutter angenommen“, berichtet der Meinerser, der mit seinen zwei jüngeren Geschwistern in Gifhorn aufgewachsen ist.

„Den in Isenbüttel ausgestellten Ausweis meiner Mutter hat die 67-Jährige ebenfalls gefälscht“, sagt der 57-Jährige. Die mutmaßliche Betrügerin habe bei Arztbesuchen auch die Krankenkassen-Karte der verstorbenen 80-Jährigen genutzt.

„Sie hat die Identität meiner Mutter angenommen, um sich zu entschulden“, glaubt der 57-Jährige. Die Kripo habe ihm berichtet, dass nun die letzten 40 Jahre im Leben der 67-Jährigen durchleuchtet werden, um mögliche weitere Straftaten aufzuklären.

Peter Großmann, Sprecher der Celler Polizei, bestätigte gestern lediglich, dass es sich bei der verstorbenen 80-Jährigen um die Mutter des 57-Jährigen handelt: „Die Ermittlungen dauern an.“

ust

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