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Gifhorn Stadt Frank Hocke: „Extreme Parteien dürfen nie wieder bestimmen“
Gifhorn Gifhorn Stadt Frank Hocke: „Extreme Parteien dürfen nie wieder bestimmen“
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17:35 06.10.2017
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Wolfsburg

Warum kandidieren Sie für den Landtag?

Unser Land befindet sich im Umbruch. Mein wesentlicher Bewegrund zu kandidieren ist, dass ich unsere Demokratie stärken möchte. Extreme Parteien dürfen in Deutschland nie wieder die Richtung bestimmen. Hier sind wir alle gefordert und mir selber hat es nicht gereicht, einfach nur wählen zu gehen. Außerdem möchte ich mit meinem Wissen beim Thema Digitalisierung meine Partei unterstützen und den Fortschritt vorantreiben.

Welche Vorbilder haben Sie?

Als Liberaler in der Politik ganz klar Hans Dietrich Genscher. Die Klarheit und Offenheit eines Guido Westerwelle hat mich dann damals dazu bewogen, in die FDP einzutreten. Aus meiner Jugend heraus hat mich eine Person schwer beeindruckt, die fast in Wolfsburg in Vergessenheit geraten ist, die von Major Ivan Hirst, dem wirklichen Retter von Volkswagen nach dem Krieg. Ohne ihn hätte es Volkswagen und ein Wolfsburg wie heute nie gegeben.

Welche Konsequenzen muss Ihre Partei aus den Ergebnissen der Bundestagswahl ziehen?

Im Gegensatz zur SPD im Bund wollen wir Regierungsverantwortung übernehmen und auch gemeinsam mit schwierigen Partnern. Ich denke, dass hier der gemeinsame Wille – das Beste für Deutschland zu erreichen und die Demokratie zu stärken – uns auch gegebenenfalls gemeinsam mit der CDU und den Grünen nach vorn bringen wird.

Unterstützt Sie Ihre Familie in Ihrem politischen Engagement?

Ja, obwohl meine Frau mich nicht wählen kann, da sie Schweizerin ist, habe ich natürlich die volle Unterstützung meiner Familie. Meine beiden großen Kinder leben leider im Raum Köln. Dafür habe ich in meinem Neunjährigen den eifrigsten Wahlhelfer auch beim Flyer verteilen und Plakate aufhängen bei mir in Wolfsburg.

Womit beschäftigen Sie sich außerhalb Ihrer Arbeit, wobei entspannen Sie am besten?

Mich trifft man in der Regel Sonntagmorgen in den Wolfsburger Wäldern zwischen 9 und 11 Uhr auf dem Mountainbike.

Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen/Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Zwei Bücher von Peer Sloterdijk, „Nach Gott“ und „Der Zauberbaum“. Ins Kino gehe ich gern mit meinem Sohn, wir sind große „Star Wars“-Fans und fiebern dem neuen Teil entgegen.

Was schätzen Sie an Wolfsburg am meisten?

Wolfsburg hat eine „grüne Lunge“, ich schätze die Nähe zur Natur und die Vielfältigkeit der Angebote im sportlichen, aber auch im kulturellen Bereich. Ich bin ein Fan des VW-Bades und schätze auch die Persönlichkeit in einigen Restaurants, die ich regelmäßig besuche.

Was würden Sie in Wolfsburg gern ändern?

Die Fußgängerzone muss eine Seele bekommen, hier würde ich mir noch mehr attraktive Geschäfte, Cafés und Restaurants wünschen. Manchmal denke ich ein bisschen wehmütig an den „alten“ Kaufhof zurück. Dort fehlt mir die Szene, die am Hallenbad entsteht. Zum Glück gibt es trotz der teils schwierigen Bedingungen auch weiterhin Gastronomen, die an Wolfsburg glauben und auch mit gutem Geschäft belohnt werden, wie insbesondere ein Café in der Nähe des Rathauses zeigt oder mein Lieblingsgrieche in Fallersleben.

Nach dem Trainerwechsel: Was kann der VfL Wolfsburg in der neuen Fußballbundesliga-Saison erreichen?

Ach, der VfL. Ich war 1997 beim Mainz-Spiel und auch in der zweiten Bundesliga dabei und bei vielen anderen Spielen. Ich wünsche mir, dass beim VfL die Spielfreude zurück kommt und dass sich wieder Spielerpersönlichkeiten etablieren. Ich vermisse unsere alten Spezis wie Rodriguez, Gustavo, Naldo oder Benaglio… Ich wünsche mir, dass Herr Schmidt unsere Eigengewächse weiter fördert und dass wir einen guten Mittelplatz, ohne Abstiegsängste, erreichen.

Welchen privaten Wunsch wollen Sie sich in diesem Jahr noch erfüllen?

Ich habe letztes Jahr gemeinsam mit meiner Tochter fünf Tage lang Jerusalem und Palästina besucht, was mich sehr beeindruckt hat. Mit meinem großen Sohn plane ich schon seit längerem eine Reise entweder nach Rom oder nach Nordafrika. Mein Wunsch ist, dass wir zu mindestens dieses Jahr noch einen Termin festziehen.

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