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Gifhorn Stadt Fotograf soll plötzlich zahlen für Medaille aus Asien
Gifhorn Gifhorn Stadt Fotograf soll plötzlich zahlen für Medaille aus Asien
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00:15 20.02.2014
Plötzlich Zoll: Fotograf Alexander Hochhaus soll zahlen, obwohl er seine Medaillen bislang stets kostenlos erhalten hat. Quelle: Christina Rudert
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„Müssen Olympia-Sieger ihre Medaillen eigentlich auch verzollen?“, fragt sich der Brechtorfer.

Seit mehr als 20 Jahren fotografiert Hochhaus, nimmt weltweit an 150 Ausstellungen pro Jahr teil, steht auf Platz 9 der Weltrangliste der Kunst-Fotografen - und hat mittlerweile etwa 350 Medaillen. „Weil ich nicht zu jeder Verleihung fahren kann, bekomme ich viele Medaillen per Post.“ Die meisten landen mit dem Zollaufkleber drauf direkt bei ihm, einige gehen ans Zollamt Wolfsburg. Dann fährt Hochhaus hin und öffnet den Umschlag vor den Augen der Beamten. Bislang konnte er dann seine Preise einstecken und wieder fahren.

Dieses Mal nicht. Hochhaus wurde nach Wolfsburg gebeten und sollte das Päckchen der Fiap (Fédération Internationale de l‘Art Photgraphique) öffnen. Er staunte nicht schlecht, als es dann hieß, er müsse Zoll zahlen, 19 Prozent des Materialwerts. „Der Materialwert wurde im Internet recherchiert und mit 40 Euro angegeben“, berichtet er. Kurios: Drei Wochen vorher hatte der Brechtorfer eine Goldmedaille der Fiap aus Australien bekommen. „Die kam anstandslos durch den Zoll.“

Laut Andreas Meyer, Pressesprecher der Bundesfinanzdirektion Mitte, muss Hochhaus tatsächlich zahlen: „Die Medaille ist eine Ware, der Absender gewerblich, da liegt die Zollfreigrenze bei 22 Euro.“ Sobald dieser Wert überschritten sei, müsse eine Einfuhrumsatzsteuer erhoben werden. Und wie ist das bei den Olympioniken? „Wer privat etwas einführt, hat eine Freigrenze von 430 Euro - so hoch ist der Wert der Medaillen nicht“, erklärt Meyer.

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