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Förster im Landkreis Gifhorn mit Pfefferspray bewaffnet

Rückkehr der Wölfe Förster im Landkreis Gifhorn mit Pfefferspray bewaffnet

Förster des Forstamts Südostheide gehen seit rund einem Jahr mit Pfefferspray bewaffnet in den Wald. Auslöser dafür sei die Rückkehr der Wölfe, sagt Forstamtsleiter Eckard Klasen.

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Christian Heide vom Forstamt Südostheide: "Es gab durchaus Begegnungen mit Wölfen, die sich neugierig und nicht unbedingt freiwillig fliehend verhalten hatten."

Quelle: Sebastian Preuß

Landkreis Gifhorn. „Die Förster werden nicht generell, sondern bedarfsgerecht aus reinen Gründen des Arbeitsschutzes mit Pfefferspray ausgestattet, um sich vor tierischen Übergriffen/Angriffen jeglicher Art zu schützen“, teilt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, zu der das die privaten Wälder betreuende Forstamt gehört, mit. „Hierzu zählen zunehmend auch freilaufende, nicht mehr im Einwirkungskreis des Besitzers stehende Hunde.“

Für Christian Heine vom Forstamt Südost-heide, für das 28 Bezirksförster arbeiten, stehen vor allem die Wölfe im Vordergrund. Erfahrungen aus dem Raum Lüchow zeigten: „Es gab durchaus Begegnungen mit Wölfen, die sich neugierig und nicht unbedingt freiwillig fliehend verhalten hatten.“

„Bei einem Wolfsangriff ist auf jeden Fall eine massive Abwehr unter Einsatz kräftiger Tritte und Schläge angebracht“, so die Kammer. „Sehr wirksam ist der Einsatz von Pfeffergel oder Pfefferspray, dieses muss dem Wolf direkt ins Gesicht gesprüht werden.“ Weitere Tipps: Bloß nicht wegrennen, was den Jagdtrieb des Wolfes reizen würde, sondern laut werden, sich groß machen und notfalls Knüppel oder Steine werfen.

„Ich sehe Pfefferspray nicht als notwendig an“, sagt Wolfsberater Joachim Remitz, der selber Förster der Landesforsten ist, bei denen es das nicht gebe. Ob Pfefferspray überhaupt eine tauglich Abwehr wäre, „kann ich nicht beurteilen“. Beim Umweltministerium heißt es dazu: „Es ist nicht auszuschließen, dass sich ein Wolf davon beeindrucken lässt.“ Daher rate man bei privaten Anfragen nicht davon ab, Pfefferspray zur Waldwanderung mitzunehmen. Aber: „Es geht dabei eher darum, den Leuten ein Sicherheitsgefühl zu geben. Im Regelfall wird man einen Wolf mit Pfefferspray nicht erreichen.“

Auch Heine hat Zweifel an der Wirksamkeit, zum Beispiel auch bei grimmigen Wildschweinen: „Ich weiß nicht, ob dann so ein Stoß Pfefferspray ausreicht.“

rtm

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