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Gifhorn Stadt Fluthilfe: Schüler packen mit an
Gifhorn Gifhorn Stadt Fluthilfe: Schüler packen mit an
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00:16 19.09.2013
Für ihren Fluthilfe-Einsatz geehrt: Beate Niegel (v.l.), Simon Heinevetter, Marius Herbig, Marlen Meyer und Nina Sörensen.
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„Es stand in Frage, ob wir aufgrund des Hochwassers überhaupt die Fahrt antreten konnten“, erklärte die Tutorin des Politik-Kurses, Beate Niegel. „Von den Schüler kam die Idee, bei der Bewältigung der Hochwasserfolgen mit anzufassen.“ So meldete sich die Lehrerin nach Ihrer Ankunft in Dresden im Stadion von Dynamo Dresden, von wo aus die Hilfsaktionen koordiniert wurden. „Es war für uns vollkommen klar, dass wir an unserem freien Nachmittag nicht einfach rumhängen, sondern mit anfassen wollten“, so die Schülerin Marlen Meyer.

Vom Stadion aus wurde die 25-köpfige Gruppe in einen Kleingartenkolonie geschickt. „Manche der Bewohner dort waren doppelt betroffen, hatten ihr Hab und Gut in der Kolonie und in ihrer Wohnung verloren“, erinnert sich Mitschülerin Nina Sörensen. Innerhalb weniger Stunden hatte die Gruppe sämtliche vom Wasser zerstörten Möbel aus den Häusern an die Straße geräumt. „Wir haben uns auch einfach nur die Geschichten der Bewohner angehört. Es hat vielen gut getan, dass jemand zuhört“, so Mitschülerin Simon Heinevetter.

Und die Lehrerin erinnert sich an die Rückfahrt nach diesem Einsatz: „Im Bus herrschte unter den Jugendlichen regelrecht eine euphorische Stimmung über diese gute Tat.“

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Meinersen. Von den 8000 Helfern, die in Sachsen gegen die Fluten gekämpft haben, wurden am vorigen Sonnabend 400 in die Semperoper nach Dresden eingeladen. Darunter waren auch vier Schüler und ihre Lehrerin aus Meinersen, die stellvertretend für die Gruppe die Ehrung entgegennahmen.

Ministerpräsident Stanislav Tillich hatte den Sächsischen Flutopfer-Orden bereits nach dem großen Hochwasser 2002 ins Leben gerufen. Es spielte die Dresdener Staatskapelle und kurze Videobeiträge stellten die Helfergruppen vor.

Anschließend wurden die Orden samt Urkunde an die unermüdlichen Helfer überreicht. Dabei standen die Besucher in Dresden stellvertretend für die zahlreichen Menschen, die ebenfalls mit angepackt und den Flutopfern geholfen haben.

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