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Flüchtlingsrat kritisiert Landkreis

Kreis Gifhorn Flüchtlingsrat kritisiert Landkreis

„Ausgrenzungs- und Isolationslager“: Scharfe Kritik übt der Landesflüchtlingsrat am Kreis Gifhorn, weil dieser Asylbewerber auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Ehra-Lessien unterbringt. Der Landkreis wehrt sich.

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Hier ziehen bald Asylbewerber ein: Der Flüchtlingsrat kritisiert die Unterbringung in Ehra-Lessien.

„Nirgendwo sonst in Niedersachsen existiert ein vergleichbares Dschungelcamp“, sagt Kai Weber vom Flüchtlingsrat. Die Unterkunft sei anderthalb Kilometer vom nächsten Ort entfernt. Selbst wenn es einen Shuttleservice zum nächsten Bus gebe: „Aus Ehra-Lessien die Stadt Gifhorn zu erreichen, kann sich ein Flüchtling gar nicht leisten.“ Etwa um dort Sprachkurse zu besuchen.

Der Flüchtlingsrat sieht das ehemalige Krankenhaus in Gifhorn als besseren Standort: Statt „gehobener Wohnlage“ hätte Gifhorn dort erschwinglichen Wohnraum schaffen können.

Darüber hinaus gebe es Beschwerden privater Eigentümer, dass sich der Landkreis ihre leer stehenden Wohnungen nicht einmal anschaue. Eine Folge der Heranziehungssatzung, das die Gebietseinheiten verpflichte, Wohnraum zur Verfügung zu stellen, so Weber: „Es gibt keine systematische Suche nach geeigneten Unterkünften, und wenn es Wohnungsangebote gibt, wird auf die Gebietskörperschaften verwiesen.“ Diese wiederum seien zurückhaltend - nach dem Motto „Wer sich zuerst bewegt, hat verloren“.

Landrat Dr. Andreas Ebel weist die Vorwürfe als unangemessen zurück. Bis Oktober 815 Flüchtlinge unterbringen: „Der Wohnungsmarkt gibt diese Kapazitäten nicht her.“ Alternativen wären sonst Turnhallen oder Zelte.

rtm

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