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Gifhorn Stadt Flüchtlingslager: Schon wieder Wirbel
Gifhorn Gifhorn Stadt Flüchtlingslager: Schon wieder Wirbel
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22:45 19.12.2011
Flüchtlingsheim Meinersen: Der Besuch des Petitionsausschusses des Landtages war gestern von einer Demo begleitet. Quelle: Photowerk (cw)

„Das Leben hier ist menschenunwürdig, Flüchtlinge werden völlig isoliert“, steht für Nurjana Ismailova fest. Die 21-Jährige, die aus Dagestan stammt und seit zehn Jahren mit ihrem Bruder Nuradil im Landkreis lebt, hatte sich an den Petitionsausschuss gewandt.

„Ich habe inzwischen eine kleine Wohnung in Gifhorn, war jedoch neun Jahre lang in drei unterschiedlichen Lagern einquartiert – es war die schlimmste Zeit meines Lebens“, berichtet die junge Frau. Mit ihrem Bruder kämpft sie für ein uneingeschränktes Aufenthaltsrecht. „Ich habe in Gifhorn meinen Realschulabschluss gemacht, darf jedoch keine Ausbildung beginnen, da ich nur geduldet bin“, schildert Ismailova.

„Wir halten uns an geltendes Recht“, weist Michael Funke vom Landkreis Gifhorn Kritik an der Ausländerbehörde zurück. Funke, der mit Kreisrätin Evelin Wißmann, vor Ort war, begleitete die Mitglieder des Petionsausschusses beim Rundgang durch das Haus.

„Das Gebäude wurde 1992 erbaut, der Mietvertrag mit der Samtgemeinde Meinersen läuft noch bis 2018“, wies Funke daraufhin, dass regelmäßig „hygienische Kontrollen durch das Gesundheitsamt stattfinden“. Zudem habe das Haus eine neue Heizungsanlage und neue Fenster.

ust