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Flüchtlinge: Landkreis kontert Kritik

Kreis Gifhorn Flüchtlinge: Landkreis kontert Kritik

Gifhorn. Die Kritik des Landesflüchtlingsrats war heftig: Die Flüchtlingsunterkunft auf dem alten Truppenübungsplatz Ehra-Lessien sei ein Dschungelcamp. Jetzt wehrt sich der Landkreis - und weist auch die Kritik der Grünen zurück.

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Nach Kritik an Flüchtlingsunterbringung: Der Landkreis Gifhorn sieht keinen Grund, die Entscheidung für den ehemaligen Truppenübungsplatz Ehra-Lessien zu überdenken.

Die Kritik des Landesflüchtlingsrates - er hatte das Asylbewerberheim bei Ehra-Lessien als „Dschungelcamp“ tituliert - weist Landrat Dr. Andreas Ebel als „unangemessen“ zurück: Nachdem dezentraler Wohnraum für die bis September avisierten 815 Flüchtlinge nicht ausreichend vorhanden gewesen sei, habe der Kreis mit Mandat der Bürgermeister und Politik die Unterkünfte in Ehra-Lessien für die Unterbringung vorbereitet.

1,3 Millionen Euro seien in die Sanierung der früheren Truppenübungsplatz-Gebäude geflossen. „Alle Gremien haben das unterstützt“, macht Ebel noch einmal deutlich, dass der Kreis nicht im Alleingang gehandelt habe. Die vom Landesflüchtlingsrat vorgeschlagene Unterbringung von Asylbewerbern auf dem früheren Klinikgelände sei in der Kürze der Zeit und auf Grund hoher Investitionskosten nicht leistbar gewesen. „Ehra war vor dem Zeit- und Kostenhorizont alternativlos“, ergänzt Erste Kreisrätin Evelin Wißmann.

1,5 Kilometer bis zur nächsten Bushaltestelle: Auch dieser Kritikpunkt macht Wißmann und Ebel sauer. „Das ist auch die Zumutbarkeitsgrenze für Grundschüler - und denen wird kein kostenloses Fahrrad oder ein Shuttlebus zur Verfügung gestellt“, sorgt sich Ebel darum, dass durch Kritik dieser Art die Stimmung in der Bevölkerung „irgendwann kippen könnte“.

„Wir sind am Ende der Kette“, fühlt sich Ebel bei der Flüchtlingsproblematik von Bund und Land allein gelassen. Abschiebungsverfahren müssten schneller laufen: 80 Prozent der Flüchtlinge im Kreis stammten aus den Balkanstaaten und seien Wirtschaftsflüchtlinge. „Die Anerkennungsquote liegt bei einem Prozent“, so Ebel.

„Den Shuttlebus-Service für Flüchtlinge haben wir mehrfach verkündet“, weist Wißmann Kritik von Grünen-Chef Fredegar Henze zurück.

ust

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