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Gifhorn Stadt Flüchtlinge: Kreis belegt im März erste Turnhalle
Gifhorn Gifhorn Stadt Flüchtlinge: Kreis belegt im März erste Turnhalle
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17:53 12.02.2016
Immer mehr Flüchtlinge: Erstmals nutzt der Kreis eine Turnhalle als Unterkunft. Betroffen ist bereits im März das Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Meine. Quelle: Britta Schulze (Archiv)
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Sollten die Gebietseinheiten keine freien Unterbringungsplätze melden, könne die Belegung weiterer Turnhallen nicht ausgeschlossen werden. Darum plane der Kreis vorsorglich die Belegung von Turnhallen kreiseigener Schulen.

600 Flüchtlinge befinden sich im Landesaufnahmelager Ehra, 1274 Flüchtlinge - darunter lediglich 154 Syrer - leben darüber hinaus im Landkreis Gifhorn, weitere 1900 Asylbewerber muss der Kreis bis Ende März unterbringen. Pro Woche kämen knapp 100 Personen in den Landkreis, ergänzte Erste Kreisrätin Evelin Wißmann. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen bis März noch 500 freie Unterbringungsplätze zur Verfügung - doch es wird eng.

Der Kreis verfüge zum jetzigen Zeitpunkt selbst nicht über Grundstücke, auf denen eine Flüchtlingsunterkunft gebaut werden könne. Es gebe jedoch Gespräche mit Investoren in den einzelnen Gebietseinheit.

ust

AZ-INFO: Statistik

1900 weitere Flüchtlinge kommen bis Ende März in den Kreis. „Die Verteilungsgerechtigkeit muss gewährleistet sein“, verweist Landrat Dr. Andreas Ebel auf Quoten für die Gebietseinheiten. Folgende Aufnahme-Zahlen (bis Ende März) nannte Erste Kreisrätin Evelin Wißmann:

Stadt Gifhorn: (361 Flüchtlinge/70 sind bereits im Übernachtungsheim Kiebitzweg untergebracht)

Samtgemeinde Brome: 128 Flüchtlinge

Samtgemeinde Boldecker Land: 174 Flüchtlingen (bisher lediglich 18 Flüchtlinge untergebracht)

Samtgemeinde Meinersen: eine Restquote von 300 Flüchtlingen ist zu erfüllen.

Samtgemeinde Isenbüttel: 226 Flüchtlinge

Samtgemeinde Wesendorf: 205 Flüchtlinge

Samtgemeinde Papenteich: 400 Flüchtlinge

Gemeinde Sassenburg: 187 Flüchtlinge

Samtgemeinde Hankensbüttel: 80 Flüchtlinge

Stadt Wittingen: 142 Flüchtlinge

Mögliche Option für eine weitere Unterkunft in Gifhorn: Das ab Sommer leer stehende IGS-Gebäude an der Adenauer-Straße.

„Wir erhalten auch Angebote, die geprüft werden müssen“, Wißmann, die als Beispiel die Tennishalle in Grußendorf nannte.

„Viele Anbieter sind jedoch goldgräbermäßig unterwegs“, stellte Wißmann klar, dass der Kreis für Wohnraum zwischen 6,50 und 6,80 Euro pro Quadratmeter zahle. „Zäh“ nannte sie die Verhandlungen mit dem Chef des Campus Wesendorf, der anfänglich 18 Euro verlangt habe.

  • Dieser Text wurde aktualisiert - die Landkreisverwaltung hat einen Tag nach dieser Veranstaltung klargestellt, dass nicht die Tennishalle in Westerbeck als Unterkunft im Gespräch sei, sondern die in Grußendorf.

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