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Flüchtlinge: Furcht und Fakten

Gifhorn Flüchtlinge: Furcht und Fakten

Gifhorn. Die Kriminalitätsentwicklung in den vergangenen Monaten zeigt nach unten: Das sagte Gifhorns Polizeichef Michael Feistel in der Bürgerinfo der Stadt im Ratssaal zum Thema Flüchtlinge in Gifhorn.

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„Gifhorn ist der sicherste Landkreis“: Die Polizei muss gar nicht so oft die Handschellen zücken, wie manch einer glauben mag.

Quelle: Archiv

Im September 2014 verzeichnete die Polizei laut Feistel 739 Straftaten im Kreis, ein Jahr später waren es 716. Im Oktober sank die Zahl von 796 in 2014 auf 715. Von September bis Januar habe es 3358 Straftaten gegeben, der Anteil von Flüchtlingen unter den Beschuldigten liege bei 2,3 Prozent. Feistel warnte davor, allem zu glauben, was im Internet kursiere. „Die Kriminalität geht zurück. Gifhorn ist der sicherste Landkreis im Bereich der Polizeidirektion Braunschweig.“

Viele Bedenken von Anwohnern drehten sich um das Unsicherheitsgefühl. Wie gewährleiste die Stadt, dass Kinder aus der BGS-Siedlung sicher zum Kindergarten auf dem ehemaligen Bundespolizeigelände kommen, wenn nebenan Flüchtlinge sind? Seit November seien Flüchtlinge an der Bleiche untergebracht, in vergleichbarer Entfernung zum Kindergarten, so Bürgermeister Matthias Nerlich. Ihm seien dort auch keine Probleme bekannt. Er rief auf, den Neuankömmlingen eine Chance zu geben. Martin Wrasmann von der St. Altfrid-Gemeinde, die Kindergarten, Krippe und Hort betreibt, sieht andere Gefahren: „Durch Autofahrer, die mit hoher Geschwindigkeit dran vorbei fahren.“

Laut Erster Stadträtin Kerstin Meyer, bei der Stadt zuständig für die Flüchtlinge, erwartet die Stadt viele allein reisende junge Männer unter den Flüchtlingen. Das Gefahrenpotenzial dieser Gruppe verglich unter anderem Feistel mit dem junger deutscher Männer: „Waren Sie schon einmal in einem Stadion?“

rtm

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