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Gifhorn Stadt Feuerwehreinsatz nach Müllwagen-Havarie
Gifhorn Gifhorn Stadt Feuerwehreinsatz nach Müllwagen-Havarie
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18:41 11.01.2019
Feuerwehreinsatz am Isenbütteler Weg: Die Einsatzkräfte errichten eine Ölsperre, um Diesel aus einem an der Helgoländer Straße havarierten Müllwagens aufzufangen. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Das Malheur ereignet sich um kurz vor 9 Uhr im Wendehammer der Helgoländer Straße. Laut Feuerwehr-Einsatzleiter Dirk Warnecke schrammt sich der Müllwagen an der Steinumrandung der Mittelinsel den Tank auf – „genau neben dem Regenwassereinlauf“. Als die Feuerwehr eintrifft, ist der Tank leer. Etwa 50 Liter Diesel vermochten die Helfer noch vor Ort aufgreifen. Doch Warnecke rechnet mit rund 100 Litern, die über den Gully im Regenwasserkanal abgeflossen sein dürften. Nun heißt es schnell handeln.

Das ist der Grund, warum die insgesamt 15 Einsatzkräfte mit fünf Wagen zwischen Helgoländer Straße und Isenbütteler Weg gut zu tun haben. Im Bereich des III. Koppelwegs dichten die Spezialisten des Gefahrgutzugs mit einer so genannten Blase den Regenwasserkanal ab.

Feuerwehr-Einsatz in der Gifhorner Südstadt: Nachdem sich ein Remondis-Müllwagen den tank aufgerissen hatte, musste der Gefahrgutzug etwa 150 Leiter Diesel stoppen. Etwa 100 davon gelangten in die Kanalisation.

Am Regenrückhaltebecken Isenbütteler Straße in Höhe des Eyßelcenters kommt die neue Ölsperre zum Einsatz.

Ernstfall-Premiere für die neue Ölsperre

Sie dient als letzte Barriere, erläutert Warnecke. Spätestens am Regenrückhaltebecken soll die Reise des Diesels ein Ende haben, damit er nicht im Allerkanal landet.

Zur Errichtung der Ölsperre steigen zwei Feuerwehrleute in Wathosen ins Wasser. Wie kalt ist das? „Saukalt“, sagt einer der Einsatzkräfte, die im Trockenen bleiben, schmunzelnd. Die beiden mitgebrachten Schlauchboote brauchen sie zum Errichten der Sperre nicht.

Auch Umweltamt, Remondis und ASG sind im Einsatz

Neben der Feuerwehr sind auch Mitarbeiter des Umweltamtes des Landkreises und des Abwasser- und Straßenreinigungsbetriebs der Stadt Gifhorn vor Ort. Den Kanal zwischen Helgoländer Straße und der Abdichtung am III. Koppelweg reinigt laut Warnecke Remondis mit einem Spezialfahrzeug.

„So einen Öleinsatz hatten wir schon lange nicht mehr“, sagt Warnecke. Früher habe die Feuerwehr öfter Ölsperren in Gewässern errichten müssen. Für die neue Ölsperre sei es der erste Ernstfall. „Das Umweltbewusstsein der Leute ist wohl gestiegen.“

Von Dirk Reitmeister

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