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Feuerwehr und DRK versorgen 330 ICE-Reisende

Sturm Xavier sorgt für außerplanmäßigen Stopp in Ohof Feuerwehr und DRK versorgen 330 ICE-Reisende

Ein besonderes Reiseerlebnis hat Sturm Xavier 450 Reisenden beschert, deren ICE-Fahrt in Ohof ein außerplanmäßiges Ende nahm. Nachdem einige von ihnen auf eigene Faust eine Weiterreise organisiert hatten, evakuierten Feuerwehr, DRK und Bahn am Abend nach rund sechsstündigem Ausharren 330 Menschen ins Meinerser Kulturzentrum.

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In Meinersen gestrandet: Im Kulturzentrum versorgten Feuerwehr und DRK Fahrgäste und Bahnmitarbeiter aus einem ICE.

Quelle: Sebastian Preuß

Ohof. Eine 51-jährige Rollstuhlfahrerin aus Berlin ist die letzte Passagierin, die den ICE verlässt. Der Zug ist länger als der Bahnsteig in Ohof, und ausgerechnet ihr Abteil im Abseits. „Ich war hier eingesperrt.“ Denn ihr Elektro-Rolli passt nicht durch den Gang. Ein Fall für die Feuerwehr, die insgesamt zwei mehr als 100 Kilogramm schwere Elektro-Rollstühle aus dem ICE holen muss. Dabei kommt auch eine Rettungsplattform zum Einsatz.

Sieben Stunden harrte die 51-Jährige aus. „Kein Strom, keine warmen Getränke.“ Drei Kilometer weiter im Kulturzentrum Meinersen sieht es Hendrik Müller, der heim nach Emden will, gelassen. „Getränke gab es umsonst. Das Personal war nett. Alles entspannt.“ Sein Vater Helmut lobt den Einsatz von Feuerwehr – deren zehn Mannschaftstransporter waren die Shuttlebusse – und DRK. „Super toll gemacht.“ Sie haben ein Hotel in Hannover gebucht, jetzt hoffen sie auf eine Weiterreise. Die Chancen stehen nicht schlecht, alle Nase lang fahren am Kulturzentrum Taxen vor. Darauf hat sich Ramona Werner aus Rheinberg nicht verlassen, sondern mit der Heimat telefoniert. „Mich holt ein Bekannter ab.“ Betroffene berichten auch, dass die Informationen vom Bahnpersonal eher überschaubar sind – wahrscheinlich wegen deren eigener Ratlosigkeit. Laut Feuerwehr-Sprecher Carsten Schaffhauser hätten die Zugpassagiere zuerst von der Feuerwehr gehört, wie es mit ihnen weitergehe.

Währenddessen versorgen rund 30 Mitglieder der DRK-Bereitschaften Nord und Süd die Reisenden mit Würstchen, Käsestullen, Obst, Tee und Kaffee. „Wir sind auch auf besondere Wünsche eingegangen“, sagt stellvertretende Gruppenleiterin Iris Faßbender-Kleiß vom DRK. Mitgeholfen hätten Fleischer, Bäcker und Supermarkt von nebenan. Feuerwehrleute holen von daheim Spielsachen und Kuscheltiere der eigenen Kinder zum Zeitvertreib für jene aus dem Zug.

Übernachten muss im Kulturzentrum niemand. Laut Polizeisprecher Thomas Reuter fahren gegen 1.30 Uhr die letzten Gestrandeten mit Taxen und Reisebussen weiter.

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330 ICE-Reisende strandeten am Donnerstagabend in Ohof und wurden im Kulturzentrum Meinersen versorgt. Auch darüber hinaus war der Landkreis Gifhorn am Freitag mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

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Von Dirk Reitmeister

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