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Feuerwehr übt Eisrettung auf dem Schlosssee

Mit Boot und Leiter Feuerwehr übt Eisrettung auf dem Schlosssee

Der dauerfrostige Januar kam Gifhorns Feuerwehr äußerst gelegen. Zum ersten Mal konnte sie eine Eisrettung unter Echtbedingungen üben - auf dem Schlosssee statt auf einem Hallenboden.

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Übung auf dem Schlosssee: Die Gifhorner Feuerwehr rettete Menschen aus dem eiskalten Wasser – dazu bewegten sich die Kameraden mit Leiter und Boot über das Eis.

Quelle: Michael Franke

Gifhorn. Gar nicht so einfach, übers Eis zu rutschen: Die Haken krallen sich nicht in die Oberfläche, die Stiefel finden keinen Halt. So kommt das Schlauchboot kaum von der Stelle. Derweil chillen die zu Rettenden im mummeligen Schutzanzug als lägen sie im Whirlpool. Sechs Stunden könnten sie so aushalten. Echte Opfer hätten nicht so viel Zeit, und so wird unter Anleitung von Mirco Klemm und Daniel Schulz geübt und gelernt, wie es schneller übers Eis geht.

Übung auf dem Schlosssee: Die Gifhorner rettete Menschen aus dem eiskalten Wasser- dazu bewegten sich die Kameraden mit Leiter und Boot über das Eis.

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„Zeittechnisch gibt es nichts Besseres“, sagt Klemm über ein anderes Fortbewegungsmittel: Mit zwei Steckleitern geht es auf dem Eis schneller voran. Am Ufer fachsimpeln die Kameraden um Klemm und Schulz. Auch die schnelle Variante habe ihre Nachteile: Es sei nur ein Retter am Ertrinkenden, im Schlauchboot seien mehrere zum Anpacken dabei. Die Steckleitern spielten ihren Vorteil auch nur bei dickerem Eis aus, das Schlauchboot habe bei dünnem Eis Stärken, weil nämlich die Haken an den Holzstangen richtig ins Eis greifen können. Soll man im Outdoor-Fachhandel Eispickel für Bergsteiger besorgen, mit denen das Schlauchboot möglicherweise auch bei dickem Eis zügig voran zu ziehen wäre?

An zwei Freitagabenden war jetzt Betrieb am Ufer nahe des Haferbergs. In zwei Ausbildungsgruppen waren die Einsatzkräfte vor Ort, um zu trainieren. „2010 war das letzte Mal, dass wir einen richtigen Winter hatten“, freute sich Ortsbrandmeister Uwe Michel über die günstige Gelegenheit, auf dem zugefrorenen Schlosssee Eisrettung zu üben. Sonst läuft die alle zwei Jahre stattfindende Lektion auf einem Hallenboden in der FTZ. „Das ist ein himmelweiter Unterschied“, sagt Michel. „Wenn du auf dem Hallenboden robbst, kannst du es nie originalgetreu nachempfinden“, sagt Zugführer Michael Schrieber. „Du bewegst dich auf dem Eis ganz anders.“

Michel sieht die Gifhorner Ortswehr für Einsätze auf dem Eis gerüstet. „Wir haben das Equipment.“ Und die Übung. Dennoch appelliert er an alle Gifhorner, es nicht darauf ankommen zu lassen. Den Schlosssee betreten, obwohl er noch nicht freigegeben ist? „Auf gar keinen Fall.“

rtm

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