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Feuerwehr-Gottesdienst: Hoffnung, Angst und Hilflosigkeit

Isenbüttel Feuerwehr-Gottesdienst: Hoffnung, Angst und Hilflosigkeit

Isenbüttel . Freitag, der 13. Januar 2012 krempelte nicht nur das Leben von Heinrich Daniels aus Isenbüttel um, sondern auch das Leben etlicher Einsatzkräfte: Den Feuerwehrleuten stockte der Atem, weil sie erst gar nicht wussten, wie sie helfen sollten – Lkw-Fahrer Daniels fragte sich derweil, ob er den Unfall auf der A 28 überhaupt überleben würde. Seine Todesangst und die anfängliche Hilflosigkeit der Einsatzkräfte beschäftigten jetzt den Feuerwehr-Gottesdienst im ostfriesischen Remels.

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Feuerwehr-Gottesdienst: Unfallopfer Heinrich Daniels aus Isenbüttel (v.r.) trat zusammen mit dem damaligen Einsatzleiter Sirke Siebens und Gemeindebrandmeister Egon Erdmann in Remels auf.

Rund 300 Helfer und Retter, die in ihrem Alltag schon so manch brenzlige Situation erlebt haben, kamen zum Feuerwehr-Gottesdienst. Gemeindebrandmeister Egon Erdmann erinnerte an das, was vielen Feuerwehrleuten nach einem Einsatz durch den Kopf geht: „Der Verletzte ist versorgt, der Rettungswagen fährt weg. Was bleibt, ist ein Baum ohne Rinde oder im schlimmsten Fall ein Kreuz am Straßenrand – und von den verletzten Menschen hört man oft nie wieder was.“

Anders im Fall des Isenbüttelers Heinrich Daniels: Er berichtete den Gottesdienst-Besuchern von seinem Unfall auf der A 28: „Die Leitplanke kam durchs Führerhaus geschossen. Ein Autofahrer hielt, sah mich an, hörte mich schreien – und fuhr weiter.“ Erst ein anderer Brummi-Fahrer hielt an, kam zu Daniels und fragte: „Ey Alter, lebst Du noch?“ Als die ersten Blaulichter zu sehen waren, keimte Hoffnung. Nur um gleich wieder zu verschwinden, als der Notarzt einem Helfer zurief: „Den Rettungshubschrauber kannste abbestellen, das schafft der eh nicht mehr.“ Doch Heinrich Daniels hat‘s geschafft – „dank der Feuerwehr!“

Völlig gerührt vom Bericht des Isenbüttelers vernichtete Pastor Stephan Pregitzer daraufhin das vorbereitete Manuskript für seine Andacht – und improvisierte.

til

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