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Gifhorn Stadt Feuer schreien ist besser als Hilfe rufen
Gifhorn Gifhorn Stadt Feuer schreien ist besser als Hilfe rufen
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00:26 13.07.2014
Richtig zutreten: Das übten die Kita-Kids beim Gewaltpräventionstraining in Grußendorf. Quelle: Peter Chavier
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Grußendorf

„Power, Power“ und „Super, super“ schallte es durch die Grußendorfer Awo-Kita. Für die Jungen und Mädchen, die nach den Sommerferien in die Schule kommen, war ein Training zur Gewaltprävention angesagt.

Dazu waren mit Lena Gümüs-Marold und Tobias Tillig gleich zwei Fachleute von der Gifhorner Kampfkunstschule TA Wingtsun nach Grußendorf gekommen. Die beiden Trainer, die häufig in Grundschulen und Kitas unterwegs sind, nahmen die 26 Kinder an vier Vormittagen unter ihre Fittiche.

„Wir möchten, dass die Kinder vorsichtig werden - zum Beispiel, wenn sie von Fremden angesprochen werden“, nennt Lena Gümüs-Marold eines der Ziele. So wurde denn Kindern beigebracht, wie sie sich gezielt befreien können, wenn sie festgehalten werden.

Auch wie man richtig zutritt, wurde ihnen beigebracht. „Immer mit der Hacke aufs Knie“, forderte Tobias Tilli die Kids auf.

Gezielte Fauststösse gehörten ebenso zum Übungsprogramm. „Ganz wichtig ist, dass die Kinder lernen, dass sie auch ‚Nein‘ sagen dürfen“, so die Trainerin. Draußen wurden noch ganz konkrete Situationen durchgespielt: Die Kinder mussten ein Stück alleine an der Kita vorbei gehen und wurden von einem „Fremden“ angesprochen und mussten zeigen, was sie gelernt hatten. „Und was tut ihr, wenn ein Verletzter auf dem Boden liegt?“ fragten die Trainer. „Feuer schreien“, so die Kids. „Genau, denn das erregt mehr Aufmerksamkeit, als wenn ihr nach Hilfe ruft“, erklärte Tobias Tillig.

Zum Abschluss zeigten die Kinder am Donnerstag ihren Eltern, was sie gelernt hatten - und die durften gleich mit trainieren.

cha

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