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Fehlalarme machen der Feuerwehr zu schaffen

Gifhorn Fehlalarme machen der Feuerwehr zu schaffen

Mehr aktive und fördernde Mitglieder, aber auch mehr Einsätze: Die Gifhorner Stadtfeuerwehr hat am Samstag im vollbesetzten Gamsener Dorfgemeinschaftshaus Bilanz für die vergangenen zwölf Monate gezogen.

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Lohn für ehrenamtliches Engagement: Während der Versammlung der Gifhorner Stadtwehr wurden mehrere Brandschützer befördert.

Quelle: Photowerk (ba)

531 Einsätze (siehe Text unten) haben die Einsatzkräfte der fünf Ortswehren Gifhorn, Gamsen, Kästorf, Wilsche und Neubokel in den vergangenen zwölf Monaten abgeleistet. Das ist ein Plus von 113 Einsätzen.

Vor allem die Fehleinsätze durch Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen zerren an den Nerven der Feuerwehrmänner- und frauen. 70 davon gab es im Berichtszeitraum. „Die Zahl ist nach wie vor zu hoch“, erklärte der stellvertretende Stadtbrandmeister Uwe Reuß. Derzeit würden deshalb die Aufschaltbedingungen der Brandmeldeanlagen überprüft.

Aber auch die ständigen Brände von Paper- und Müllcontainern hielten die Brandschützer auf Trab. „Da ist es ruhiger geworden, seit die Polizei eine Brandstifterin gefasst hat“, so Reuß. Immerhin 46 Einsätze dieser Art hatte es gegeben - im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 27 gewesen.

Und noch ein Thema brennt den Feuerwehrleuten derzeit unter den Nägeln: die Umstellung auf digitalen Sprechfunk (AZ berichtete). Alle Sprechfunker müssen eine Fortbildung durchlaufen, ehe sie an die neuen Geräte dürfen. 32 Mitglieder aus den fünf Ortswehren haben die neunstündige Schulung bereits absolviert, zwei Lehrgänge mit jeweils 24 Plätzen soll es dieses Jahr noch geben.

Musikalisch begleitet wurde die Versammlung, zu der sich Bürgermeister Matthias Nerlich und Vertreter von Polizei und DRK sowie aus der Politik eingefunden hatten, vom Musikzug der Gifhorner Wehr.

ba

AZ-INFO

Viele Einsätze

2172 Mitglieder hat derzeit die Gifhorner Stadtfeuerwehr: Altersabteilung (98), Jugendwehr (108), Musikzug (28), Fördermitglieder (1573) und Aktive (364). Die Zahl der Aktiven ist zum Vorjahreszeitraum um sechs gestiegen – nicht zuletzt durch die Aufnahme von 40 Mitgliedern, von denen 20 aus den Reihen der Jugendwehr stammen. Die Mitglieder kommen aus den fünf Ortswehren (Gifhorn 603), Gamsen (514), Kästorf (466), Wilsche (377) und Neubokel (212).

  • Nicht nur die Mitgliederzahlen, auch die Einsatzzahlen sind gestiegen. Die Wehren waren unterschiedlich stark belastet: Gifhorn bewältigte 354 Einsätze, Gamsen 74, Kästorf 81, Wilsche 15 und Neubokel sechs.
  • Neben reinen Zahlen gab es aus den einzelnen Wehren auch aktuelle Informationen für die Versammlung und kleine Anekdoten. Etwa über den kuriosen Einsatz der Gifhorner, weil ein Bürger nachts Grünabfälle verbrannte. Wilsche hat mit 31 Mitgliedern derzeit die stärkste Jugendfeuerwehr im Verbund. In Kästorf wiederum wird die Gründung einer Kinderfeuerwehr diskutiert.
  • Befördert wurden: Stadtbrandmeister Matthias Küllmer zum Ersten Hauptbrandmeister, Uwe Michel zum Hauptbrandmeister, Marco Brand, Maik Schaffhauser und Michael Schrieber zu Brandmeistern, Denis Domeier, Dirk Sander und Mark Schulze zu Hauptlöschmeistern, Michael Scheller zum Oberlöschmeister, Sandra Hundt zur Löschmeisterin und Daniel Schulz zum Löschmeister.

ba

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