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Familie sucht Hilfe: Jobcenter muss passen

Gifhorn Familie sucht Hilfe: Jobcenter muss passen

Gifhorn. Das Jobcenter kann einer Hilfe suchenden Familie nicht helfen.

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Eine Familie sucht Hilfe: Die Rusts benötigen ein fahrtüchtiges Auto - das Jobcenter kann ihnen jedoch nicht helfen.

Quelle: Cagla Canidar

Wie schwierig es auf dem Land sein kann, ohne Auto früh morgens zur Lehrstelle zu gelangen, erlebt gerade ein junge Familie aus Isenbüttel. Sie fühlt sich vom Jobcenter im Stich gelassen. Doch das winkt ab: Sie könne dem jungen Familienvater bei dem Totalschaden seines Autos nicht helfen.

Kevin Rust hat ein Problem: Der Berufskraftfahrer-Lehrling im ersten Jahr aus Isenbüttel muss morgens um 5 Uhr bei Remondis auf dem Hof sein, und nun hat sein 20 Jahre alter Audi den Geist aufgegeben. „Die Reparatur würde 4400 Euro kosten.“

Er habe weder Geld für eine Reparatur, noch für einen Gebrauchtwagen, so der 23-Jährige.

„Das Jobcenter, von dem ich ein bisschen Leistung beziehe, weigert sich strikt, uns finanziell zu unterstützen“, sagt Daniela Behrendt. Die Mutter der elf Monate alten gemeinsamen Tochter ist gerade in Elternzeit und will ab März wieder im Ort als Verkäuferin arbeiten. „Selbst ein Darlehen, das monatlich von meinen Leistungen abgezogen werden kann, wird uns verweigert.“

„Wir haben keine rechtliche Grundlage“, so Jobcenter-Chef Wilfried Reihl. Der Lehrling habe Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe. „Damit ist er bei uns raus.“ Und könne somit keine Förderung des Jobcenters für ein Auto bekommen. Die einzige, die Leistungen vom Jobcenter bekomme, sei Behrendt - für ihre Elternzeit. Und bei Elternzeit gebe es keinen Arbeitsplatz, mit dessen Sicherung das Jobcenter die Finanzspritze fürs Auto begründen könnte.

„Das tut uns leid. Wir sehen die schwierige Situation der Familie“, sagt Reihl. Man habe hin und her überlegt, doch es gebe keine Möglichkeiten.

rtm

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