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Fahrtüchtigkeit bei Senioren: Einige Ärzte für Fitnesstests

Landkreis Gifhorn Fahrtüchtigkeit bei Senioren: Einige Ärzte für Fitnesstests

Die Diskussion um Fahrtüchtigkeit im Alter nimmt im Kreis Gifhorn Fahrt auf: Senioren am Steuer verursachen nach Erkenntnissen von Verkehrsexperten weniger schwere Unfälle als Fahranfänger.

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Sicher ist sicher: Für regelmäßige Fitnesschecks bei Senioren, die Auto fahren, plädieren einige Mediziner im Landkreis Gifhorn.

Quelle: Rolf Vennenbernd

Gifhorn. Gleichwohl sprechen sich nun Mediziner für verpflichtende regelmäßige Fitnesschecks aus. Dr. Utz Häbler aus Gifhorn hat im vorigen Jahr einen schweren Schritt getan und mit 75 Jahren aus gesundheitlichen Gründen den Führerschein freiwillig abgegeben. „Ich selber habe mich ab 60 regelmäßig testen lassen.“ Zwei Stunden lang sei er beim Tüv „durch die Mangel“ gezogen worden. „Ich verstehe nicht, dass von Seiten der Politik nicht gesagt wird, dass ab 60 oder 65 ein regelmäßiger Test fällig ist.“ Denn ab 75 gehe das Unfallrisiko rapide in die Höhe, sagt der Mediziner im Ruhestand. Konzentrationsfähigkeit, Übersichtsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit ließen stark nach. „Die Sehkraft ist das größte Thema“, so Dr. Klaus-Achim Ehlers, Kreissprecher der Kassenärztlichen Vereinigung. In Ärztekreisen werde diskutiert, ob die Fahrtüchtigkeit im Alter verpflichtend überprüft werden sollte. „Ich kann mir vorstellen, dass so etwas kommen wird.“ Vorbild seien die regelmäßigen Kontrollen bei Berufskraftfahrern. Zumindest ein Sehtest sollte Pflicht werden, meint Ehlers. „Das würde dem Patienten auch gut tun. Manch einer weiß gar nicht, wie schlecht er guckt.“ Leicht sei ihm die Entscheidung nicht gefallen, sagt Häbler über seinen Abschied vom Führerschein. Doch es könne sich finanziell rechnen. Das Auto verkaufen und die Unterhaltungskosten sparen: „Dafür kann man Jahre lang Taxi fahren."

Die Führerscheinbehörde hat 2016 so wenig Fahrerlaubnisse kassiert wie seit Jahren nicht mehr. 94 Kraftfahrer mussten den Führerschein abgeben. Im Jahr davor waren es 124, 2014 waren es 113, 147 im Jahre 2013 und 132 im Jahr 2012.

Eine Statistik über das Alter der Betroffenen liege aber nicht vor, so Landkreis-Fachbereichsleiter Michael Funke. „Im Allgemeinen können Gründe wie Drogen- und Alkoholkonsum, die Missachtung der Vorschriften im Straßenverkehr oder der gesundheitliche Zustand zur Entziehung der Fahrerlaubnis führen“, sagt Funke. „Bei auffälligen ,älteren‘ Verkehrsteilnehmern ergeben sich die Gründe meist aus dem gesundheitlichen Zustand.“ Die Fahrerlaubnisbehörde prüfe dann, ob diese Einfluss auf die Fahreignung haben.

Dabei würden Fachärzte mit verkehrsmedizinischer Qualifikation hinzu gezogen, so Funke.

rtm

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