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Gifhorn Stadt „Gift“-Holz im Gifhorner Wald: Das steckt dahinter
Gifhorn Gifhorn Stadt „Gift“-Holz im Gifhorner Wald: Das steckt dahinter
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20:00 08.10.2018
„Gift“ im Gifhorner Wald: Das Mittel sei ungefährlich für Menschen, betont Bezirksförster Ernst-Christian Schölkmann. Quelle: Andrea Posselt
Landkreis Gifhorn

Die trockene Hitzeperiode des Sommers 2018 hat auch im Kreis Gifhorn die Borkenkäfer-Population sprunghaft ansteigen lassen. „Es ist eine Invasion“, sagt Bezirksförster Ernst-Christian Schölkmann. Insbesondere Kiefern seien stark befallen. Mit so genannten Fangbäumen – die gefällten Stämme liegen auf dem Waldboden und sind mit der Aufschrift „Gift“ gekennzeichnet – geht’s dem Forstschädling an den Kragen.

Bei den von Hitze und Trockenheit gestressten Fichten – der Sommer 2018 stellte Temperatur-Rekorde auf – haben die Käfer, die eine Lebensdauer nur einem Jahr haben und im Boden oder in befallenen Baumstämmen überwintern, leichtes Spiel: Die Bäume sondern nicht mehr genügend Harz ab, um den hungrigen Angreifer zu verkleben. Und wenn sich die Käfer durch die Rinde bohren, um ihre Eier abzulegen, zerstören sie die Wasser- und Nährstoffleitbahnen der befallenen Bäume – der Baum stirbt ab. Das gilt vor allem für den auf Fichten spezialisierten Buchdrucker.

Das Mittel ist für den Menschen ungefährlich

Die mit einem Kontaktmittel behandelten Fangbäume seien nur ein Mittel, um die Buchdrucker und Kupferstecher zu bekämpfen, erläutert Schölkmann. „Das Kontaktmittel tötet die Borkenkäfer, ist jedoch für den Menschen nicht gefährlich“, erläutert der Bezirksförster. Trotzdem habe man die gefällten Stämme mit der roten Farbe und der Aufschrift „Gift“ gekennzeichnet. „Auch um zu verhindern, dass sich Wanderer auf den Fangbäumen ausruhen oder die Stämme gestohlen werden, um daraus Brennholz zu machen “, erläutert Schölkmann. Netze, Fallen und Fanghaufen seien weitere Mittel der Borkenkäfer-Bekämpfung.

Große Sorge um den Baumbestand

Der Bezirksförster macht sich große Sorgen um den Fichtenbestand in den heimischen Wäldern. „Wir haben inzwischen bereits eine dreifache Borkenkäfer-Population, wenn Trockenheit und Wärme weiter anhalten, kommt noch eine vierte Population dazu“, vermutet Schölkmann.

Der Experte sorgt sich nicht nur um die Fichten. „Auch die Douglasien sind betroffen“, weiß Ernst-Christian Schölkmann.

Von Uwe Stadtlich

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