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Experten warnen vor billigen Ersatzteilen aus dem Netz

Landkreis Gifhorn Experten warnen vor billigen Ersatzteilen aus dem Netz

Ersatzteile fürs Auto billig im Internet kaufen? Nicht nur Gifhorner Fachwerkstätten raten davon ab, auch der Tüv. Es gehe um die Sicherheit im Verkehr.

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Minderwertige Teile aus dem Internet: Kfz-Experten aus dem Kreis Gifhorn warnen vor Kauf und Einbau.

Quelle: Archiv

Gifhorn. Kfz-Meister Adrian Brandes schickt auch mal Kunden nach Hause. Jene zumeist jungen Autobesitzer, die mit im Internet besorgten Ersatzteilen kommen. Zum Beispiel mit einer Viellenkerachse für 150 Euro statt 1200 inklusive Einbau. „Das baue ich nicht ein. Wenn da was passiert, bin ich mit dran.“ Oder der Bremsensatz für 24,95 Euro, für den er schon im Einkauf 100 Euro hinlege. Wenn die Bremse dann nach kurzer Zeit verschleiße und nicht mehr einwandfrei funktioniere, „dann fängt er an sich zu drehen wie ein Brummkreisel“.

Etwa zehnmal im Jahr kommen Brandes zufolge Kunden mit zweifelhaft preiswerten Ersatzteilen zu ihm. „Das große Problem ist, dass sehr viel Schrott auf dem Markt ist“, sagt Innungs-Obermeister Stefan Pingel. Der Teilemarkt gerade im Internet sei sehr groß und der Trend dahin ungebrochen. „Die Leute machen sich keine Gedanken, wo der Preis herkommt. Im günstigsten Fall sind die Teile nur schnell verschlissen.“ Doch es gebe zum Beispiel minderwertige Bremsbeläge, „die fangen an zu brennen“.

Die Warnungen der Kfz-Meister seien keine Bangemacherei, sagt Mike Igney. „Es gibt viel minderwertiges Material auf dem Markt“, so der Gifhorner Tüv-Chef. Er zitiert eine Philosophie, die sein Vater schon beherzigt habe: „Billig gekauft ist doppelt gekauft.“ Die Fälle, in denen der Tüv in Gifhorn eine Plakette wegen Schrott-Ersatzteilen verwehrt habe, seien verschwindend gering. Allerdings räumt Igney ein: „Ins Material kann man nicht reingucken.“ Neu eingebauten Teilen sehe man Schwächen nicht ohne weiteres an. „Die funktionieren erstmal, Probleme treten dann nach einem halben oder einem Jahr auf.“

„Wir müssen vor allem die jungen Autofahrer dafür sensibilisieren“, sagt Pingel. Viele zeigten Einsicht, wenn er es ihnen erkläre und ihnen rate: „Schick das zurück.“

rtm

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