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Gifhorn Stadt Experten einig: A 39 bringt kaum Nutzen
Gifhorn Gifhorn Stadt Experten einig: A 39 bringt kaum Nutzen
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18:00 05.09.2013
Expertenmeinung: Prof. Dr. Matthias Gather (kl. Foto) und Hans-Christian Friedrichs (r.) informierten in Lessien über die Folgen des A-39-Baus. Quelle: Photowerk (alb)
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„Die A 39 wird keinen nachhaltigen Nutzen für die Region bringen“, sagte VCD-Landesvorsitzender Hans-Christian Friedrichs. Prof. Dr. Matthias Gather vom Institut für Verkehr und Raum der Fachhochschule Erfurt untermauerte diese These: „Viele Hoffnungen an Autobahnen haben sich nicht erfüllt“, sagte Gather.

Für die A 39 bedeute das: Der Verkehr auf der B 248 wird zwar abnehmen, spüren werden die Menschen in Tappenbeck, Jembke oder Ehra-Lessien davon aber wohl kaum etwas. Dafür sei der Anteil des Binnenverkehrs zu hoch, meinte Gather. Flächen an Anschlussstellen - zum Beispiel in Ehra-Lessien - könnten laut Gather für Gewerbetreibende interessant werden. Auf der anderen Seite nehme allerdings der Konkurrenzdruck für heimische Unternehmen zu. Außerdem würden viele Grundstücke an Wert verlieren. Gathers Fazit: „Viele Politiker reden sich die positive Wirkung einer Autobahn so lange ein, bis sie es selber glauben. Eine Autobahn ist kein herausragender Faktor der regionalen Wirtschaft.“

„Wir brauchen keine unwirtschaftliche A 39, sondern nachhaltige Verkehrskonzepte“, forderte Hans-Christian Friedrichs. Dazu gehört für VCD und BUND ein dreispuriger Ausbau der B 4. Der wird gerade vom Land Niedersachsen geplant und soll als Alternative zur A 39 für den neuen Bundesverkehrswegeplan vorgeschlagen werden.

alb

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