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Ex-Klinikum: Helios-Pläne verärgern Politik

Gifhorn Ex-Klinikum: Helios-Pläne verärgern Politik

Gifhorn. Helios-Pläne, das ehemalige Krankenhausgelände an der Bergstraße an einen Berliner Investor zu verkaufen, der Flüchtlingswohnheime betreibt, sorgen in Gifhorns Politik für Unmut.

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Altes Krankenhaus: Die Helios-Verkaufspläne ärgern die Politik.

Quelle: Photowerk (mat)

„Ich bin entsetzt darüber, dass Helios der Stadt dieses Gelände nicht zum Kauf angeboten hat“, ist SPD-Fraktionschef Ulrich Stenzel stinksauer darüber, dass Helios Ideen und Planungen von Politik und Verwaltung für ein Wohngebiet auf dem Ex-Klinik-Areal völlig ignoriert habe.

„Ich bin mir sicher, dass es fraktionsübergreifend und in Zusammenarbeit mit der Verwaltung gelungen wäre, dieses Areal anzukaufen“, steht für Stenzel fest. „Ich vermisse bei Helios Lokalpatriotismus und Verantwortung gegenüber der Stadt, dem Kreis und seinen Bürgerinnen und Bürgern.“ „Wir werden an der Wohnprojekt-Idee festhalten und versuchen, dieses Ziel mit allen juristischen Möglichkeiten zu erreichen“, so Stenzel.

„Es gab einen Architektenwettbewerb und der sieht auf diesem Areal Wohnbebauung vor“, erinnert CDU-Fraktionschef Thomas Reuter. „Dieses Ziel gilt es weiter zu verfolgen und umzusetzen, denn es passt an dieser Stelle in das Gesamtbild“, erinnert Reuter an das La-Patria-Projekt in unmittelbarer Nachbarschaft. Über das Verhalten von Helios ist Gifhorns CDU-Chef entsetzt. „Kreis und Stadt wurden quasi vor vollendete Tatsachen gestellt“, schimpft Thomas Reuter.

Aufstellungsbeschluss für Wohnpark-Konzept

„Die Stadt hält an ihrem Planungsvorhaben fest“, reagiert Erster Stadtrat Walter Lippe verärgert über die Helios-Verkaufspläne an einen Berliner Investor, der Flüchtlingswohnheime betreibt. „Hinsichtlich der baulichen Entwicklung des ehemaligen Krankenhausgeländes war Anfang 2012 eine städtebauliche Ideenwerkstatt zu dem Ergebnis gelangt, eine reine Wohnnutzung für diesen Bereich zu empfehlen und so eine städtebauliche Aufwertung im dortigen Bereich vorzunehmen“, erinnert Lippe.

Für die Stadt stehe dieses Projekt weiterhin im Vordergrund. „Hierzu wird zeitnah ein Aufstellungsbeschluss für einen neuen Bebauungsplan in die politischen Beratungen eingebracht und damit die städtebauliche Grundidee des favorisierten Entwurfs der Ideenwerkstatt weiter verfolgt“, erklärt der Erste Stadtrat.

Zusätzlich sei auch eine Änderung des Flächennutzungsplanes notwendig. Für die bisherige Darstellung einer Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung „Krankenhaus“ gebe es seit dem Umzug der Klinik zum neuen Standort keine städtebauliche Berechtigung mehr, so der stellvertretende Verwaltungschef. Stattdessen seien künftig Darstellungen als Wohnbaufläche, als Wald beziehungsweise als Grünfläche vorgesehen, erklärt Lippe.

Der Landkreis habe seine Flüchtlingsaufnahmequote 2014/15 bisher nicht erfüllt und müsse noch weitere 743 Personen unterbringen, sagt Landrat Dr. Andreas Ebel. Der Kreis habe als Helios-Anteilseigner kein Mitspracherecht beim Verkauf des Ex-Klinik-Areals, so Ebel. Eine vertragliche Beziehung zum Käufer gebe es nicht, ein Veto könne nicht erfolgen.

ust

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