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Gifhorn Stadt Erste Vergiftung: Untersuchung im Krankenhaus
Gifhorn Gifhorn Stadt Erste Vergiftung: Untersuchung im Krankenhaus
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23:00 18.07.2017
Warnt vor dem hochgiftigen Panther-Pilz: Experte Detlef Emgenbroich berät Sammler, die unsicher sind, ob ihre Waldfrüchte essbar oder giftig sind.   Quelle: Lea Gossmann
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Gifhorn

 Obwohl der Herbst noch in weiter Ferne ist, hat die Saison für Champignons, Maronen oder Tölplinge längst begonnen. Pilzexperte Detlef Emgenbroich aus Gifhorn berät Sammler, die unsicher sind, ob ihre Waldfrüchte essbar oder giftig sind. „Es gab bereits fünf Vergiftungen“, warnt er in diesem Jahr besonders vor dem hochgiftigen Panther-Pilz, der dem Perlpilz ähnelt und der bereits im Raum Wolfsburg und bei Weyhausen entdeckt worden ist.

„Ich hatte gerade vor wenigen Tagen eine Vergiftung.“ Damit meint Emgenbroich nicht sich selbst, sondern eine Frau, die nach dem Verzehr von angeblichen Champignons „Muffensausen“ hatte, wie er sagt. Obwohl es bei ihr noch keine Vergiftungs-Symptome gab, war sie unsicher. Über die Giftnotrufzentrale hatte sie seine Nummer erhalten. Als sie kurz darauf Emgenbroich Pilz-Reste zeigte, wusste er sofort: „Es handelt sich um Karbol-Champignons.“ Dem Experten zufolge sind diese Exemplare„nicht tödlich, aber giftig für Magen und Darm“. Er empfahl der Frau, sofort ein Krankenhaus aufzusuchen und den Ärzten dort seine Diagnose zu nennen.

Auch für vier Kleinkinder empfahl der Gifhorner Pilzexperte bereits den schnellsten Weg ins Krankenhaus: „Sie hatten Pilze aus dem Rasen gegessen“, sagt er und warnt Eltern, dass in Rasenflächen „viele kleine Giftlinge vorkommen“.

Emgenbroich ist Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie für die Landkreise Gifhorn, Helmstedt und für Wolfsburg. Er warnt Pilzsammler – denn für dieses Jahr ist ihm aufgefallen, dass der grüne Knollenblätterpilz, der Giftchampignon und ebenso der hochgiftige Panther-Pilz, der dem Perlpilz zum Verwechseln ähnelt, unter anderem bei Wolfsburg und im Raum Weyhausen bereits in großer Zahl entdeckt worden ist.

Pro Saison „habe ich 80 bis 100 Pilzberatungen“, sagt Emgenbroich. Diese Arbeit erledigt er ehrenamtlich, „manchmal erhalte ich als Dankeschön ein Glas Marmelade“, freut er sich über Pilzsammler, die sich damit bei ihm für sein Wissen und seine Mühe bedanken. Der Pilzexperte ist unter der Telefonnummer 05371-16562 erreichbar.

Von Hilke Kottlick

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