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Gifhorn Stadt Erste Tiere in die Lebendfalle gegangen
Gifhorn Gifhorn Stadt Erste Tiere in die Lebendfalle gegangen
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20:07 06.07.2017
Katzenelend in Wilsche begrenzen: Der Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung hat die ersten der rund 50 verwilderten und verwahrlosten Tiere zur Kastration eingefangen. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Wilsche

Überregionale Aufmerksamkeit bekommt der Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung mit seinem Hilfsprojekt für verwilderte Katzen im Campingplatzgebiet Waldesruh bei Wilsche (AZ berichtete). Und auch das Projekt an sich kommt offenbar voran. Einmal mehr fordern die Tierschützer eine Kastrationspflicht für Katzen im Gifhorner Stadtgebiet nach dem Vorbild anderer Kommunen auch im Landkreis.

Das Problem in dem Gebiet bei Wilsche: Auf dem Gelände tummeln sich rund 50 verwahrloste Katzen und ihre Babys. Sie seien sehr scheu, viele von ihnen krank und unterernährt, so die Tierschützer. Darüber haben auch mehrere Radio- und Fernsehsender berichtet. Inzwischen konnten Fachleute des Tierschutzvereins vier erwachsene Katzen und 14 Katzenbabys vom Campingplatz Waldesruh mit Lebendfallen einfangen. Am Campingplatz Südheide nahmen sie sich weiterer vier erwachsener und elf Katzenbabys an, da deren „Fütterer“ ins Krankenhaus musste und sich sonst niemand um diese Tiere kümmere.

Das Ziel des Tierschutzvereins: Die Katzen sollen kastriert werden, damit sie sich nicht weiter unkontrolliert vermehren können. Dazu braucht der Verein 5000 Euro aus Spenden für tierärztliche Versorgung und Kastration der etwa 50 Tiere (Sparkasse Gifhorn Wolfsburg, IBAN: DE10 2695 1311 0011 0159 06, Stichwort: Waldesruh). Die Katzenbabys sollen an Pflegestellen vermittelt werden.

„Wir glauben, dass mit dieser groß angelegten Kastrationsaktion viel Katzenleid verhindert wird“, schreibt der Tierschutzverein auf seiner Homepage www.tierschutz-gifhorn.de. „Eine Kastrationsverordnung für Gifhorn kann auf Dauer das Katzenelend eindämmen. Verhindern werden wir das Katzenelend nicht, aber begrenzen.“

Von Dirk Reitmeister

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