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Erste Flüchtlinge ziehen bei Diakonie ein

Gifhorn Erste Flüchtlinge ziehen bei Diakonie ein

Kästorf. Kommende Woche könnten die ersten von 70 Flüchtlingen in der Diakonie in Kästorf einziehen.

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Erst ins Wohnheim, danach in Wohnungen: Diakonie und Landkreis stellten das Haus Im Hagen in Kästorf als neue Unterkunft für Flüchtlinge vor.

Quelle: Photowerk (sp)

Zusammen mit dem Landkreis Gifhorn präsentierte die Einrichtung am Freitag ihr Wohnheim Im Hagen und ein neues Konzept zur Unterbringung: Das Heim soll nur ein Übergang zu dezentralen Wohnungen sein. Doch die zu finden ist schwierig.

Das sieht das Konzept vor: Die Flüchtlinge kommen zunächst im Wohnheim unter. Für sie werden dann aber Wohnungen im Kreis Gifhorn gesucht. Doch angesichts des knappen Wohnraums wird dieses Hauptziel zu erreichen sehr schwierig, ist auch Maik Gildner von der Diakonischen Gesellschaft für Wohnen und Beraten klar.

„Es gibt Wohnraum - die Frage ist, ob er zur Verfügung gestellt wird“, so Gildner. „Wir sind darauf angewiesen, dass alle, die Beiträge leisten können, Beiträge leisten.“ Es gelte nun, an Verantwortung zu appellieren.

Bis dahin bleiben die Menschen im Wohnheim. Dort werden sich die ehrenamtliche Integrationslotsin Rosita Günther, die vorübergehend aus dem Ruhestand zur Diakonie zurück kehrt, und Sozialarbeiter Christoph Mai um sie kümmern, erläutert Gildner das weitere Konzept zur Willkommenskultur. Die dezentrale Betreuung in den Wohnungen werde nach und nach aufgebaut.

„Wir haben lange verhandelt“, sagte Diakonie-Vorstand Jens Rannenberg. Landrat Dr. Andreas Ebel: „Es waren komplizierte Verhandlungen, die zu einem Erfolg geführt haben.“ Das System sei teurer als die Unterkünfte bisher, räumte Ebel ein, ohne jetzt Summen zu nennen. Die Diakonie steuere aber drei Jahre lang jeweils 50.000 Euro bei. Auch für Pastoralreferent Martin Wrasmann von der St.-Altfrid-Gemeinde, die sich um Flüchtlinge kümmert, ist die Im-Hagen-Lösung ein „Ergebnis, das sich sehen lassen kann“.

rtm

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