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Erstaufnahme in Ehra: Jetzt ist Land gefragt

Gifhorn Erstaufnahme in Ehra: Jetzt ist Land gefragt

Wird Ehra-Lessien Erstaufnahmelager für Flüchtlinge? Einen ersten Anlauf des Kreises hat das Land im Frühjahr abgelehnt. Der Landkreis Gifhorn hält die ehemalige Kaserne weiterhin für ideal (AZ berichtete exklusiv). Erneut ist nun das Land gefragt.

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„Ideal geeignet“: Der Landkreis bietet dem Land die ehemalige Kaserne in Ehra-Lessien als Erstaufnahmelager für Flüchtlinge an.

Quelle: Archiv

Im Frühjahr fehlten noch formale Voraussetzungen dafür, aus Ehra-Lessien eine Erstaufnahmeeinrichtung machen zu können, erläutert Matthias Eichler, Sprecher des Innenministeriums in Hannover, auf AZ-Nachfrage. Mindestens 500 Plätze, dazu Raum für die Verwaltung der Einrichtung und für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die vor Ort die Asylanträge bearbeiten wird - nur dann wäre Ehra-Lessien eine echte Erstaufnahmeeinrichtung.

Landrat Dr. Andreas Ebel hält eine Kapazitätssteigerung von 220 auf 490 Plätze in Ehra-Lessien für möglich, denn es gebe weitere Gebäude, die umgebaut werden können. Der Landkreis selbst prüfe als zweite Option, selber weitere sieben Wohneinheiten der ehemaligen Kaserne nach dem Vorbild der jetzigen Unterkunft anzumieten und auszubauen. Ob Ehra-Lessien mit so einer Erweiterung der Plätze die Voraussetzungen erfüllt, vermochte Eichler noch nicht zu bewerten. „Wir kennen das Angebot des Landkreises noch nicht.“

Für Ebel steht jedenfalls fest: Ehra-Lessien könnte Entlastung fürs Land bringen. „Die vorhandenen Unterkunfts- und Verwaltungsgebäude sind als Standort für eine Erstaufnahmeeinrichtung ideal geeignet.“ Und: „Was möchte man? Möchte man eine Unterkunft in Zelten oder Turnhallen, oder möchte man eine ordentliche Unterbringung in Wohngebäuden?“

rtm

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