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Gifhorn Stadt Ermittler holt 303.000 Euro zurück
Gifhorn Gifhorn Stadt Ermittler holt 303.000 Euro zurück
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22:44 04.11.2011
Erfolgreich: Vermögensermittler Friedhelm Beschke, hier mit Kripochef Jürgen Schmidt (re), hat Ganoven in diesem Jahr schon 303.000 Euro abgeknöpft. Quelle: Photowerk (mpu)

Allein 118.000 Euro davon sind illegale Zinseinnahmen von einem Mann aus dem Kreis Gifhorn, der ohne Gewerbeanmeldung Geld verliehen hatte. Vergangenes Jahr hatte ein Mitarbeiter eines Unternehmens aus dem Kreis in großem Stil Waren unterschlagen, sie über Ebay verkauft und sich vom Gewinn einen Geländewagen zugelegt. Es ging um 40.000 Euro: „Sein Konto haben wir ihm leergeräumt und den Wagen beschlagnahmt.“

„2004 haben wir den Spezialbereich Vermögensabschöpfung eingeführt“, sagt Kripochef Jürgen Schmidt. Seitdem ermitteln in solchen Fällen immer zwei Gruppen: Parallel zu den üblichen Ermittlungen ist der Vermögensermittler dem Geld und den davon gekauften Luxusgütern wie Flachbild-Fernsehern und Autos auf der Spur, um sie einzutreiben. „Bei allen Straftaten, bei dem ein finanzieller Vorteil für den Täter rauskommt“, sagt Jürgen Schmidt.

Etwa Rauschgiftgeschäfte: Dabei zieht Beschke sowohl das Geld, mit dem der Stoff gekauft wird, als auch den Gewinn ein – hier zu Gunsten der Staatskasse. Doch oft ist der Vermögensermittler derjenige, der den Opfern zu ihrem Eigentum verhilft. So beschlagnahmte er 32.000 Euro, die der Kassierer eines Sparclubs unterschlagen hatte, und gab das Geld den Betrogenen zurück

rtm