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Ermittler: „Der Kleine sollte geopfert werden“

Gifhorn Ermittler: „Der Kleine sollte geopfert werden“

Gifhorn. Bis zu fünf Millionen Euro sollte ihr fiktives Reisebüro einbringen. Das hatten sich die Angeklagten (51, 31 und 24 Jahre) ausgerechnet. Ihr Plan: Reisen anbieten, Geld kassieren, keine Leistung erbringen. Dass ihr illegales Geschäft auffliegen würde, war ihnen klar. Das kam am heutigen zweiten Verhandlungstag vor dem Landgericht heraus.

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Quelle: Rainer Dröse

Auch für das Ende ihres betrügerischen Geschäfts gab es einen Plan - so die Aussage des 31-Jährigen bei der Polizei. „Der Kleine sollte geopfert werden. Er sollte alles auf sich nehmen, Gespräche mit einem Anwalt waren bereits erfolgt“, berichtete ein Kripobeamter als Zeuge. Als „Kleiner“ wurde der 24-jährige Angeklagte von seinem 51-jährigen Onkel und dessen Freund (31) bezeichnet.

Der 31-Jährige sagte gleich nach seiner Festnahme umfangreich aus. Die Polizei hatte ihn und den 51-Jährigen inhaftiert, da sie den „Kleinen“ brutal misshandelt hatten (AZ berichtete). Die Männer glaubten, von dem 24-Jährigen betrogen worden zu sein, da zwar Rechnungen verschickt wurden, Geld aber nicht aufs Konto einging. Zur Klärung dieser Angelegenheit lockten sie ihn in die Werkstatt des 31-Jährigen, malträtierten ihn. Sie bedrohten ihn mit dem Tod, ließen ihn verletzt in der Werkstatt zurück.

„Der 31-Jährige zeigte sich persönlich berührt von der Gewalt gegen den 24-Jährigen“, so der Kripobeamte. „Ich hatte den Eindruck, dass er vor sich selbst Angst bekommen hatte.“

Wegen dieser Tat sind die beiden älteren Männer bereits verurteilt worden. Nach Aussage des Beamten gilt als Ideengeber für den Betrug der 51-Jährige. Sein Neffe soll mit der Umsetzung der Geschäftsidee beauftragt worden sein, da er sich mit PCs auskannte. Der 31-Jährige selbst sah sich als Vertreter des Älteren. Nachdem der „Kleine“ Rechnungsadressen verfälschte und kein Geld mehr floss, flog der Schwindel auf.

ree

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