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Enkeltrick: Betrüger sind geschult

AZ-Sicherheitheitswochen: Gifhorner Polizei-Experte gibt Senioren wertvolle Tipps Enkeltrick: Betrüger sind geschult

Abzocke am Telefon - die wohl bekannteste und trotzdem nach wie vor klappende Masche ist und bleibt der Enkeltrick. Hermann Salge, Beautragter für Kriminalprävention bei der Gifhorner Polizei, und Uwe Altmann, Leiter der Isenbütteler Polizeidienststelle, informierten am Mittwoch darüber im Mehrgenerationenhaus.

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Vorm Enkeltrick gewarnt: Hermann Salge informierte in Gifhorns Mehrgenerationenhaus über die häufigste Betrugsmasche am Telefon.
 

Quelle: Ron Niebuhr

Gifhorn.  Abzocke am Telefon - die wohl bekannteste und trotzdem nach wie vor klappende Masche ist und bleibt der Enkeltrick. Hermann Salge, Beautragter für Kriminalprävention bei der Gifhorner Polizei, und Uwe Altmann, Leiter der Isenbütteler Polizeidienststelle, informierten am Mittwoch darüber im Mehrgenerationenhaus.

„Die Betrüger sind im Enkeltrick geschult“, sagte Salge. Die Vorgehensweise ist - von kleinen Variationen abgesehen - immer gleich: Die Gauner suchen sich aus Telefonbüchern oder Internetdatenbanken zu Namen, die eine ältere Person vermuten lassen, die Nummern heraus und rufen an. Dann lassen sie ihr Opfer raten, wer wohl gerade anruft. Die vorgeschlagene Rolle als Enkel, Nichte oder Neffe nehmen sie dankbar an. „So bauen sie Vertrauen auf“, sagte Salge.

Das Nutzen sie dann skrupellos aus. Mit einer vorgetäuschten Notlage, zum Beispiel einem Fahrzeugschaden, bitten sie ihr Opfer um Geld. „Dabei erzeugen sie permanent zeitlichen Druck. Alles muss schnell gehen“, erklärte Salge. So lassen sie ihrem Opfer keine Chance, über die präsentierte Lügengeschichte nachzudenken. Kurz vor der Geldübergabe ruft der vermeintliche Verwandte noch mal an: Er müsse einen guten Freund schicken, da er selbst verhindert sei. „Wer dem sein Geld gibt, sieht es nie wieder“, sagte Salge.

Der Experte warnte davor, an Unbekannte Geld zu übergeben. Angebliche Verwandte lassen sich schnell durch persönliche Fragen entlarven. Wer möchte, dass die Halunken dingfest gemacht werden, sollte zum Schein mitspielen und die Polizei informieren: „Aber unbedingt mit einem anderen Telefon. Denn die Betrüger machen oft Kontrollanrufe“, sagte Salge. Die Leitung müsse also frei bleiben. Und Bankmitarbeiter rief er zur Wachsamkeit auf, wenn ältere Menschen große Summen von ihrem Konto abheben möchten.
 

Von Ron Niebuhr

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